Wissenschaftsminister Hahn

ÖSTERREICH

Hahn fordert Umsetzung der Homo-Partnerschaft

Wissenschaftsminister Johannes Hahn fordert im ÖSTERREICH-Interview (Sonntagsausgabe) die ÖVP-Parteispitze zur Umsetzung der eingetragenen Partnerschaft für Homosexuelle auf.

"Minister Pröll hat gesagt, es wird die eingetragene Partnerschaft geben, Parteichef Molterer hat gesagt, dass wir das ganze Perspektivenpapier 1:1 umsetzen werden. Ich gehe davon aus, dass das auch die eingetragene Partnerschaft mit einschließt." Damit gibt Hahn als erster Minister dem Parteireformer Josef Pröll Rückendeckung. Hahns Rezept für die ÖVP in Sachen Homo-Partnerschaft lautet daher: "Erledigen und abhaken."

"Rechtliche Klarstellung für Betroffene"
Zur heiklen Frage der Homo-Zeremonie am Standesamt sagt der Minister: "Mir geht es darum, dass eine rechtliche Klarstellung für die Betroffenen herbeigeführt wird. Das muss im Vordergrund stehen." Gleichzeitig wendet sich Hahn gegen "Debatten, die unnötigen Stress erzeugen. Wenn vor der Tür des Standesamts ein weißer Fiaker steht, ist es auch eine Zeremonie." Politisch verfolge er das Projekt eingetragene Partnerschaft jedenfalls "seit 12 Jahren, vielleicht gelingt es uns im 13. Jahr", so Hahn.

Eignungstest für Pädagogen
Im Bildungsbereich wünscht sich der Wissenschaftsminister Eignungstests für Pädagogen. "Ich bin sehr dafür, wenn die Schulbehörden Eignungs- oder Aufnahmetests machen, bevor sie jemanden als Lehrer engagieren. Allerdings bin ich ein Skeptiker von Eignungstests am Beginn eines Lehramt-Studiums." Die Verwaltung der Lehrer würde Hahn künftig in eine Hand legen: "Entweder alle Lehrer in die Länder oder in den Bund", fordert der ÖVP-Ressortchef ein Ende der zersplitterten Zuständigkeiten.

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