Hartinger-Klein

Nach Wettangebot:

Hartinger will nicht von 150 Euro leben

Hartinger-Klein hat die 150-
Euro-Challenge-Wette immer noch nicht angenommen.

Wien. Mit 150 Euro im Monat (abzüglich Wohnkosten) leben? Kein Problem, sagte bekanntlich FPÖ-Sozialministerin Beate Hartinger-Klein auf oe24.TV. „Kein Problem“, behauptet auch die rechte, FPÖ-nahe Seite Unzensuriert (siehe Kasten). „Unmöglich“, antworten fast alle Experten, die Opposition und soziale Vereine.

 

Video zum Thema: Umfrage: "Mit 150 Euro kann man leben"?

 

Wette. Wie ÖSTERREICH als Erstes berichtet hatte, hat nun eine Gruppe Gewerbetreibender Sozialministerin Hartinger-Klein eine Wette – Einsatz 17.511 Euro (der Monatsbezug der Ministerin) – angeboten. Sie solle beweisen, dass sie einen Monat von diesen berühmt-berüchtigten 150 Euro leben könne.

ÖSTERREICH fragte gestern bei der Blauen nach: „Dazu sagen wir nichts“, lautete der knappe Kommentar ihres Büros.

 

Video zum Thema: Hartinger-Klein: Von 150 Euro im Monat kann man leben

 

80.000 Kinder auf Mindestsicherung angewiesen

Hintergrund des Streits: 
Die Regierung wird bekanntlich die Mindestsicherung kürzen. Künftig soll es nur noch 563 Euro im Monat geben – bei Arbeitsqualifizierung und Deutschkenntnissen sollen 300 Euro Bonus dazukommen.

Dass Hartinger-Klein nun von 150 Euro redet, deuten Experten mit internen Berechnungen der FPÖ.

Die Armutskonferenz schlägt aber so oder so Alarm: Alleine 80.000 Kinder seien auf die Mindest­sicherung angewiesen. Ein FPÖ-Sprecher twitterte indes, dass es sich bei der Mindestsicherung um „eine Auslandssicherung auf Österreicherkosten“ handle. Alleine in Wien sind freilich 50 Prozent der Bezieher Österreicher. Ob Hartinger-Klein uns nun vorlebt, dass sie mit fünf Euro pro Tag würdig leben kann?

Experte: 383 Euro kostet ein Einpersonenhaushalt

Die Schuldnerberatung rechnet vor, wie viel man für Haushaltsausgaben mindestens braucht.
Wien. Eine Statistik der Schuldnerberatung zeigt, dass eine Einzelperson für reine Haushaltsausgaben (Essen, Körperpflege) 383 Eu­ro im Monat ausgeben müsse. Für ein Paar mit zwei Kindern steigen die Kosten bereits auf 1.076 Euro im Monat an.


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