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Nach Vertragsauflösung

Innsbruck: Burschenschafter planen Marsch

Eine entsprechende Gegendemo ist bereits angemeldet.

Am Samstag wollen Burschenschafter anlässlich eines Treffens in Innsbruck durch die Tiroler Landeshauptstadt marschieren. Die Veranstaltung sei bereits angemeldet, bestätigte Polizeisprecher Manfred Dummer am Freitag.

Genauer Ort wird geheim gehalten
Wo der Marsch stattfinden wird, wollte der Sprecher nicht sagen. Auch die Burschenschafter schweigen sich aus, was den genauen Ort betrifft. Man werde den neuen Veranstaltungsort "wahrscheinlich erst später" nennen. Die Burschenschaft wolle dort schließlich nicht das "Theater mit den Anarchisten und Steinewerfern" erleben, meinte Sprecher Walter Tributsch auf die angekündigte Großdemo gegen das Treffen anspielend.

Gegendemo angemeldet
Das Treffen des Dachverbands "Deutsche Burschenschaft" war ursprünglich in der Innsbrucker Messehalle geplant. Am Mittwochabend hatten die Gesellschafter der Messe Innsbruck beschlossen, den Vertrag mit den Burschenschaftern aufzulösen. Eine Großdemo gegen das Treffen wird trotz des Aus für den Standort dorthin führen.

FP stellte sich hinter die Burschenschafter
Schützenhilfe kam am Donnerstag von der FPÖ. Der freiheitliche Nationalratsabgeordneten Reinhard Eugen Bösch sprach in einer Aussendung von einer "Niederlage der Demokratie und Meinungsfreiheit". FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kritisierte, es handle sich um einen demokratiepolitischen Skandal ersten Ranges.

Bürgermeisterin befürchtet Schaden für Stadt
Aus Sicht der Stadt würde die Durchführung der Veranstaltung der Landeshauptstadt erheblichen Schaden zufügen und "unseren Grundsätzen der offenen Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus widersprechen", hielt die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer dem entgegen.



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