ISIS-Baby IS-Baby IS-Mutter IS-Kämpferin

Insgesamt fünf Kinder

IS-Babys sollen zurück nach Österreich

Der Bub ist mit seiner 20-jäh­rigen Mutter in einem kurdischen Haftcamp.

„Der konkrete Rückholungsplan betrifft nur das Kind“, sagt Peter Guschelbauer, Sprecher von Außenministerin Karin Kneissl, zu ÖSTERREICH. Die Mutter muss in Syrien bleiben.

Der Bub ist mit seiner 20-jährigen Mutter im Camp Roj an der syrisch-türkischen Grenze. Tausende IS-Frauen und ihre Babys sind hier untergebracht, darunter auch die Britin Shamima Begum, deren drei Wochen alter Sohn nun an einer Lungenentzündung starb (siehe Kasten rechts).

Die Österreicherin ist vor vier Jahren über die Türkei mit ihrem afghanischen Ehemann, einem in Österreich abgewiesenen Asylwerber, nach Syrien in den Jihad gezogen. Der Vater des Buben sitzt ebenfalls in einem kurdischen Haftcamp.

Sie muss zugunsten der Oma auf Kind verzichten

Die Großmutter des Buben, eine chilenische Einwanderin in Österreich, kämpft seit Wochen um ihr Enkelkind. Sie wird sich auch um den Kleinen kümmern. Die IS-Frau aus Wien soll zugunsten der Oma auf ihr Kind verzichten.

„Wir prüfen derzeit eine Zusammenarbeit mit dem Internationalen Roten Kreuz vor Ort“, so Ministeriumssprecher Guschelbauer zu ÖSTERREICH: „Es geht um das Kindeswohl.“ Frühestens in einigen Wochen könnte die Rückholung stattfinden, heißt es.

Zwei weitere österreichische IS-Frauen und ihre vier Kinder sind derzeit in kurdischer Haft. Sie haben sich bisher noch nicht mit den Austro-Behörden in Verbindung gesetzt: „Derzeit geht es nur um den einen Fall“, so Guschelbauer.(wek)

Britische IS-Frau: Ihr Neugeborenes starb an einer Lungenentzündung

Shamima Begum (19) hatte ihren Sohn erst Mitte Februar zur Welt gebracht. Sie wollte mit ihrem kränklichen Baby nach Großbritannien zurück, die britische Regierung hatte ihr aber die Staatsbürgerschaft aberkannt. Ihre Bitte um Rückkehr wurde strikt abgelehnt. Zuletzt hatte sich auch ihr Mann, ein ebenfalls in Syrien inhaftierter holländischer IS-Kämpfer, darum bemüht, sie in die Niederlande zu bringen. Auch das scheiterte. Jetzt starb das Kind an einer Lungenentzündung.

Begum hatte sich als 15-Jährige gemeinsam mit Mitschülerinnen dem IS in Syrien angeschlossen. Im syrischen Rakka heiratete sie den niederländischen IS-Kämpfer.



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