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Gewerkschaftsreform

Jetzt sprechen die ÖGB-Mitglieder

Am Montag startete der ÖGB mit einer groß angelegten Befragung seiner Mitglieder über Missstände und die anstehende Reform. ÖGB-Präsident Hundstorfer erwartet sich eine Teilnahme von 20 Prozent.

Bis 18.Oktober haben die Gewerkschaftsmitglieder Zeit, ihre Positionen zu wichtigen gewerkschaftlichen Themen bekannt zu geben. Unter anderem will der ÖGB wissen, welche Bereiche besonders wichtig sind, etwa das Verhandeln von Kollektivverträgen oder Service-Angebote wie Zusatzversicherungen. Zusätzlich abgefragt wird die allgemeine Zufriedenheit mit dem ÖGB, bzw. wie dieser seine Aufgaben bisher wahrgenommen habe.

Das größte Interesse wird wohl jenem Fragenblock zukommen, der sich mit den möglichen Reform-Maßnahmen befasst. Eruiert werden soll unter anderem, ob die ÖGB-Mitglieder mehr Urabstimmungen wollen, ob verstärkt Frauen und Junge in die Führung der Organisation aufgenommen werden sollten, oder aber ob eine Stärkung der Überparteilichkeit gewünscht ist. Ein klares Ja zu erwarten ist wohl auf die Frage, ob bezahlte Mehrfachfunktionen abgeschafft werden sollen, sowie zum Thema Offenlegung der Einkommen von Spitzenfunktionären. Nicht nachgefragt wird übrigens zu den heiklen Gewerkschaftsthemen stärkere Zentrale oder stärkere Teilorganisationen, sowie zur Direktwahl des Präsidenten.

Der ÖGB-Präsident hofft, dass sich etwa 20 Prozent aller Gewerkschaftsmitglieder zu einer Rücksendung der Fragebögen bewegen lassen - das wären in etwa 250.000 Personen.



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