Karas und Regner zu Vizepräsidenten des EU-Parlaments gewählt

ÖVP-Abgeordneter erhielt höchste Zustimmung

Karas und Regner zu Vizepräsidenten des EU-Parlaments gewählt

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Gratulationen von Van der Bellen, Rendi-Wagner und Leitl.

Straßburg/Wien. Die beiden österreichischen EU-Abgeordneten Othmar Karas (ÖVP) und Evelyn Regner (SPÖ) sind zu Vizepräsidenten des EU-Parlaments gewählt worden. Karas und Regner erhielten am Dienstag in Straßburg auf Anhieb im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit, wie die zuvor neu gewählte EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola mitteilte.

Karas war bisher bereits einer der 14 Vizepräsidenten der EU-Volksvertretung. Der ÖVP-Abgeordnete erzielte mit 536 Stimmen die höchste Zustimmung, Regner kam auf 434 Stimmen. Karas wird damit Erster Vizepräsident des Europaparlaments. Er zeigte sich "erfüllt von Demut und Dankbarkeit", die Wahl sei ein überwältigender Vertrauensbeweis. "Ich werde die Auszeichnung, mich nun mit 77 Prozent aller Stimmen zum Ersten Vizepräsidenten zu wählen, durch noch mehr Einsatz für Europa würdigen", versprach Karas auf Twitter.

Regner: Fokus auf Transparenz

Regner erklärte auf Twitter, sie setze einen Fokus auf Transparenz und Diversität. "Ein EU-Parlament, das allen Menschen die gleiche Chancen bietet und Europas Vielfalt abbildet. ... Dafür kämpfe ich als Gewerkschafterin, Feministin und Europäerin seit Jahrzehnten." Die Führung des EU-Parlaments habe eine "laute feministische und gewerkschaftliche Stimme dringend nötig".

Zu den ersten Gratulanten zählte Bundespräsident Alexander Van der Bellen. "Die Europäische Union ist eine der besten Ideen, die wir je hatten - und ich bin mir sicher, dass Evelyn Regner und Othmar Karas als Vizepräsidenten des Europaparlaments tatkräftig an der Zukunftsfähigkeit unseres gemeinsamen Europas mitarbeiten", schrieb er. "Es freut mich, dass Österreich mit @othmar_karas & @Evelyn_Regner als Vize-Präsident und -Präsidentin von @RobertaMetsola auch auf europäischer Ebene gut vertreten ist. Gratulation zur Wahl,"schrieb Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) ebenfalls auf Twitter.

Winzig: "Zeichen der Wertschätzung"

"Es ist ein Zeichen der Wertschätzung und des Vertrauens, dass Karas vom Plenum des Europaparlaments bereits zum dritten Mal mit dieser verantwortungsvollen Position betraut wurde", gratulierte ÖVP-Delegationsleiterin Angelika Winzig. "Er ist ein erfahrener und verdienter Europapolitiker, der diese Aufgabe auch weiterhin mit viel Geschick meistern wird."

Aus der SPÖ gratulierten Parteichefin Pamela Rendi-Wagner und Europasprecher Jörg Leichtfried. "Evelyn Regner ist eine der profiliertesten und erfahrensten Europapolitiker*innen. Ihre Wahl zur Vizepräsidentin ist eine wichtige Bestätigung ihres starken Einsatzes für bessere Arbeitsbedingungen, faire Steuern und Chancengerechtigkeit zwischen Frauen und Männern", so Rendi-Wagner. Auch Leichtfried betonte Regners Einsatz für ein progressives und soziales Europa. Ihr beharrlicher Einsatz für Arbeitnehmerrechte und Steuergerechtigkeit sei "notwendiger denn je".

Holzleitner: "Sehr starkes Zeichen für Österreich"

Regners Wahl "ist ein sehr starkes Zeichen für Österreich und ein wichtiges Signal für eine progressive Frauenpolitik", sagte SPÖ-Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner. Auch die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen gratulierte: "Mit Evelyn Regner ist eine erfahrene Gewerkschafterin in das Führungsgremium des EU-Parlaments aufgestiegen."

"Mit Othmar Karas und Evelyn Regner wurden zwei Präsidiumsmitglieder der Europäischen Bewegung Österreich (EBÖ) und ausgewiesene Mitstreiter für ein starkes gemeinsames Europa zu Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments gewählt", zeigte sich auch Christoph Leitl, Präsident der Europäische Bewegung Österreich (EBÖ) erfreut. "Mögen die beiden das derzeit schwache Europa stärken", so Leitl.

Auch die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) begrüßte die Wahl der beiden "überzeugten, engagierten Europäer" Karas und Regner. "Beide werden sich gemeinsam mit den weiteren Vizepräsidenten und allen Abgeordneten dafür stark machen, dass Europa gemeinsam aus der Krise herausfindet", zeigte sich Mariana Kühnel, die stellvertretende WKÖ-Generalsekretärin in einer Aussendung überzeugt.

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