Keine Lebensmittel verschwenden

Politgipfel gefordert

Keine Lebensmittel verschwenden

Immer mehr Politiker wollen Verschwendung stoppen.

Es ist eine unglaubliche Zahl: Rund eine Million Tonnen Lebensmittel die noch genießbar wären, landet jedes Jahr in Österreich auf dem Müll: Weil das Ablaufdatum vorüber ist oder weil ein Gemüse braune Flecken hat und so angeblich unattraktiv für den Konsumenten ist. Trotz Initiativen des Handels (siehe Kasten rechts) gibt es also Bedarf für eine bessere Lösung.

Rudi Anschober (Grüne), Umwelt-Landesrat aus OÖ, kündigt an, mit seinen Amtskollegen über Maßnahmen zu beraten. Am Freitag trifft man sich in Kärnten, Anschober will Nägel mit Köpfen machen: „Es braucht ein Gesamtkonzept für alle Bereiche, in denen Lebensmittelmüll entsteht.“ Anschober selbst ist in Oberösterreich bereits aktiv, hat Kochkurse ins Leben gerufen die Resteverwertung zum Thema haben und Lebensmittelspenden für karitative Organisationen organisiert.

Kanzler lädt mit Steßl 
zu Gipfel nach Wien
Auch der in ÖSTERREICH schon angekündigte Lebensmittelgipfel von Kanzler Werner Faymann und Staatssekretärin Sonja Steßl (beide SPÖ) wird konkreter. Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) begrüßt die Initiative, Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) unterstütz ebenfalls die Ziele des Kanzlers.

Handel setzt Initiativen gegen Verschwendung

"Wunderlinge“: Rewe (u.a. Billa, Merkur, Adeg) bietet unter der Marke „Wunderlinge“ Obst und Gemüse an, das nicht so toll aussieht, aber qualitativ einwandfrei ist. „Die Kundenresonanz darauf ist enorm“, sagt Rewe-Chef Hensel.

Spenden: Rewe, Spar und Hofer kooperieren mit sozialen Einrichtungen, denen übrig gebliebene Ware übergeben wird.

Abfall-Reduktion: Alle großen Ketten haben Projekte laufen, mit denen Lebensmittelüberschüsse in den Filialen auf ein Minimum reduziert werden.



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