Mit Lob überschüttet

Kneissls neuer Kniefall vor Putin

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Die ehemalige österreichische Außenministerin Karin Kneissl (58) bezeichnet Kreml-Herrscher Putin (71) als den "intelligentesten Gentleman".

Russland. Erneut sorgen Aussagen von Ex-Außenministerin Karin Kneissl für Aufregung. In einem jüngst erschienen Interview mit dem BBC-Journalisten Steve Rosenberg überhäuft sie den Kreml-Chef Wladimir Putin mit Lob. "Er ist der intelligenteste Gentleman, mit Betonung auf Gentleman – und ich habe einige getroffen", so Kneissl über den Kriegstreiber Putin. "In dem Sinne, was Jane Austen in 'Stolz und Vorurteil' als versierten Gentleman beschreibt, diesen Standard entspricht er", sagt die ehemalige Außenministerin im BBC-Interview.

Rosenberg wirft ein, dass es eine Welle an innerrussischer Repression gibt und Russland die Ukraine überfallen hat. "Es ist schwierig das als eine Gentleman-Aktion einzuordnen", sagt der BBC-Journalist. Kneissl, die seit September in St. Petersburg lebt – dort fand das Interview statt – antwortet, dass sie in Russland keine Repression gesehen oder wahrgenommen habe. Sie beklagt, dass sie in Europa keine Beschäftigung mehr finden würde und eine "Hexenjagd" gegen sie veranstaltet werde.

Kneissl will nicht mehr nach Österreich zurückkehren

Kneissl sagt im BBC-Interview, dass sie nicht mehr nach Österreich zurückkehren wolle, außer ihre Reputation würde wiederhergestellt. Ihr würden Korruption, Hochverrat und dreißig Jahre KGB-Spionage vorgeworfen, so Kneissl. Dass sie für Russland spioniere sei "schmutzige Fantasie", meint die ehemalige Außenministerin.  

Dass sie immer wieder auf die Verbeugung nach einem Tanz mit Putin bei ihrer Hochzeit angesprochen werde, halte sie für "langweilig". Es gebe viel interessantere Themen zu besprechen.

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