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Stärkster Chef "aller Zeiten"

Kogler trimmt Grün regierungsfit

Ob sich ÖVP & Grüne einigen werden, ist offen. Aber Kogler bringt Grüne auf Regierungskurs.

Er sei „der stärkste Bundessprecher der Grünen aller Zeiten. Sogar stärker, als es Sascha je war.“ Mit „Sascha“ ist freilich der heutige Bundespräsident Alexander Van der Bellen und mit dem „Stärksten“ Werner Kogler gemeint. Tatsächlich dürfte der grüne Wahlsieger – auch dank der politischen Wieder­auferstehung seiner Bewegung – eine neue Disziplin in Grün geschafft haben.

 

Video zum Thema: Treffen des neuen Grünen Klubs

 

Obwohl VP-Chef Sebastian Kurz lange Zeit als Feindbild vieler Grüner gegolten hatte, gibt es – zumindest derzeit – keine wirklichen Querschüsse gegen die VP-Grün-Sondierungsgespräche. Am Freitag um 10 Uhr sollen sich Türkis und Grün samt Teams schließlich zu ersten größeren Sondierungstalks im Winterpalais im Finanzministerium treffen.

Und davor scheint die Ökobewegung auf eine eigene neue Form der „Message Control“ – die VP-Chef Kurz so gerne praktiziert – einzuschwenken. Selbst früher rebellische Grüne, wie etwa Abgeordneter Michel Reimon, fragen derzeit bei Kogler nach, ob sie Interviews geben sollen.

Video zum Thema: Fellner! Live: Sebastian Kurz im Interview
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ÖVP-Chef legt Wert auf Vertraulichkeit der Talks

Beobachtung. Sigi Maurer, die junge grüne Mandatarin, die offenbar zum Lieblingsfeindbild der FPÖ avanciert ist, hält sich mit kritischen Anmerkungen ebenfalls zurück. Kogler will seine Partei – Kurz legt auffallend viel Wert auf Disziplin und ­Vertraulichkeit – so auf ­regierungsfit trimmen.

Ob Türkis und Grün – die zwei Wahlgewinner der Nationalratswahl, die gestern auch in Vorarlberg bestätigt wurden – sich auf eine Koalition einigen können, ist freilich noch offen. Kurz betonte zuletzt im ÖSTERREICH-Interview, dass er die Grünen noch besser kennenlernen müsse. Ob er der neuen Disziplin nicht recht traut?

© APA/HELMUT FOHRINGER
Kurz Rendi
× Kurz Rendi

Türkis-Rot mit Außenseiterchance

Am Donnerstag werden VP-Chef Sebastian Kurz und SP-Chefin Pamela Rendi-Wagner erneut zu einem Sondierungsgespräch zusammenkommen. Diesmal mit Sondierungsteams. In der roten Runde sitzen neben Rendi-Wagner mit Rainer Wimmer (Gewerkschaft), Doris Bures und Kärntens SP-Landeshauptmann Peter Kaiser mehrheitlich Befürworter einer roten Regierungsbeteiligung in den Sondierungen. Kritischer dürften das SP-Klubchef Jörg Leichtfried sowie Teile der SPÖ Wien und Burgenland sehen.

In der ÖVP ist die Skepsis bezüglich einer Koalition mit Rot noch größer. Die VP befürchtet wieder eine Regierung des „Streits“. Außenseiterchancen hat Türkis-Rot dennoch.

 

I. Daniel



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