Offener Brief
Künstler und Wissenschafter gegen Präsidenten-Wahl Grafs
Gegen die geplante Wahl des FPÖ-Politikers Martin Graf zum 3. Nationalratspräsidenten hat sich nun außerhalb des Parlaments Widerstand gebildet.
Ein Komitee bekannter Künstler und Wissenschafter hat sich zusammengefunden, um die Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen in einem Offenen Brief aufzufordern, Graf nicht zum Nationalratspräsidenten zu wählen.
"Graf fehlt es an unzweifelhaft antinazistischer Gesinnung"
Das
Komitee begründet seine Initiative mit der Mitgliedschaft Grafs bei der
Burschenschaft "Olympia", die laut Dokumentationsarchiv des
österreichischen Widerstandes "ein Zentrum des Rechtsextremismus"
sei. Auch wenn sich Graf "in einer gewundenen Erklärung" vom
Nationalsozialismus distanziert habe, zu den Aktivitäten seiner
Burschenschaft, zu ihren Vortragenden, Liedern und Sprüchen, habe er bisher
keinerlei Distanz gefunden. Ganz im Gegenteil: Graf bekenne sich nach wie
vor zu den Traditionen und der deutschtümelnden Ideologie der "Olympia".
"Für das Amt eines Nationalratspräsidenten fehlt es Martin Graf an
einer unzweifelhaft antinazistischen Gesinnung", heißt es in dem
Offenen Brief.
Der Wortlaut des Offenen Briefes:
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden