Lehrer-Anwärter sollen auf Eignung geprüft werden

Stadtschulrat

Lehrer-Anwärter sollen auf Eignung geprüft werden

Der wiener Stadtschulrat will die Eignung aller Lehramts-Anwärter überprüfen lassen. Die Bewerber sollen vor Beginn der Ausbildung geprüft werden.

Der Wiener Stadtschulrat will künftig alle Bewerber um eine Lehrer-Stelle einem Eignungstest unterziehen. Gerade die PISA-Studie demonstriere, dass "überall dort, wo bei der LehrerInnenauswahl eine 'Selektion nach Eignung' erfolgt, bessere Leistungen erreicht werden", so Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (S) in einer Aussendung am Freitag.

Rasche Einführung des Tests
Eine Arbeitsgruppe im Stadtschulrat werde ab sofort an einem solchen Eignungstest arbeiten. Sie erwarte sich "schnelle Ergebnisse, um den Test möglichst rasch einführen zu können". Dieser werde auch soziale Kompetenz und "pädagogisches Fingerspitzengefühl" berücksichtigen. Überprüft werden soll die Eignung aller Bewerber - also sowohl von AHS- und BMHS-Lehrern als auch von Pflichtschulpädagogen. Letztere müssen bereits vor Aufnahme ihres Studiums ein Auswahlverfahren absolvieren.

Neuantritt bei negativem Test
Wer es nicht schafft, soll sich neu bewerben können, hieß es aus dem Stadtschulrat. Ein negatives Resultat könne auch ein Instrumentarium sein, sich selbst über eigene Schwächen klar zu werden.

Andere Betruebe können sich Mitarbeiter aussuchen
Mit der Eignungsfeststellung solle die Situation im Lehrerbereich jener in anderen Berufen bzw. in anderen Ländern angeglichen werden. Auch in anderen Berufen könne sich der Dienstgeber seine Mitarbeiter im Wesentlichen aussuchen. Die Arbeitsgruppe prüfe auch mögliche gesetzliche Einschränkungen - man werde aber jedenfalls "die gesetzlichen Möglichkeiten ausreizen".

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