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Ultimatum

Letzte Chance für Schulreform am Dienstag

Wenn sich SPÖ und ÖVP nicht mehr im Oktober auf die "Neue Mittelschule" einigen, wird sie wohl ein ganzes Schuljahr später kommen.

Der rot-schwarzen Koalition bleibt nicht mehr viel Zeit für ihre Schulreform, soll sie - wie geplant - ab nächstem Schuljahr gelten. Wenn sich die Verhandler (SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied, ÖVP-Wissenschaftsminister Johannes Hahn und ÖVP-Bildungssprecher Fritz Neugebauer) nicht bis Ende Oktober einigen, wird sich die Novelle wohl um ein ganzes Schuljahr verschieben.

Dienstag letzte Chance
Schmied sieht im nächsten Verhandlungstermin am Dienstag die "letzte Möglichkeit" für eine "neue, innovative Schule". Die vergangenen Wochen seien "durch eine verzögernde und blockierende Haltung" der ÖVP geprägt gewesen. Als Hauptbremser ortet Schmied Neugebauer.

Langer Fristenlauf
Nach dem Ministerratsbeschluss muss die geplante Novelle des Schulversuchsparagrafen im Schulorganisationsgesetz noch durch den Parlamentsausschuss und dann vom Nationalratsplenum abgesegnet werden. Im Februar beginnt die Anmeldung für das nächste Schuljahr.

Bei der ÖVP scheint das Zögern Strategie zu haben. Die Volkspartei ist traditionell gegen die Gesamtschule und alles, was in deren Nähe kommt.

ÖVP feixt
Neugebauer ließ am Freitagnachmittag wissen, dass es ihn nicht besonders störe, "wenn die SPÖ ihre Gesamtschule nicht testen will". Er schiebt wiederum Schmied die Schuld in die Schuhe. Sie hätte eine unkoordinierte Vorgangsweise, und ihre Pläne seien unausgegoren, meint der schwarze Bildungssprecher.

Bei der "Neuen Mittelschule" würden an einigen Schulen bundesweit die 10- bis 14-Jährigen gemeinsam unterrichtet. Damit soll die frühe Trennung in Hauptschule und Gymnasium nach hinten verschoben werden.



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