Eurofighter

Luxus-Jets mit Problemen

Eurofighter sind zu wenig in der Luft

Der Grünen-Politiker Peter Pilz deckte 68 Pannen der Eurofighter auf.

 Mehr als 1,7 Milliarden Euro kosteten die Eurofighter – doch die 15 Jets können immer noch nicht die Luftraumüberwachung alleine übernehmen. Wie ÖSTERREICH aus dem Verteidigungsministerium bestätigt wurde, sind tageweise 40 Jahre alte Saab 105 Ö im Einsatz. Dies sei in der Übergangszeit (bis 2012) so vorgesehen. Die Eurofighter seien „voll einsatzfähig und sicher“, so ein Sprecher von Verteidigungsminister Norbert Darabos.

Grüner Peter Pilz deckte 68 Pannen der Eurofighter auf
Für den Grünen Peter Pilz, der in ÖSTERREICH 68 Pannen bei den neuen Jets aufdeckte, ist der Eurofighter-Standort Zeltweg indes der „teuerste Schrottplatz der Welt“, der Luftraum könne „nicht einmal während der Bürozeiten geschützt werden“. Tatsächlich hatte Darabos im Juli 2008 ein Plansoll von 1.500 Flugstunden
Jahr vorgegeben. Doch die werden bei Weitem nicht erreicht: Pro Jahr waren die 15 Jets bisher nur 1.050 Stunden in der Luft. Darabos habe sich statt der bestellten Tranche-2-Jets „Prototypen andrehen lassen“. Die Folge laut Pilz: „Pannen, weniger Flugstunden – und höhere Kosten“. Damit liegen die Betriebskosten wohl höher als 74.000 Euro/Stunde, wie zuletzt berechnet.

Diashow: Die ganze Eurofighter-Pannenliste



Eurofighter-Piloten haben viel zu wenig Praxis

Militärflugexperte Georg Mader sieht die Probleme mit den Jets an sich nicht so tragisch – Anfangsschwierigkeiten seien normal. Allerdings räche es sich jetzt, dass Darabos aus Kostengründen die älteren Eurofighter-Typen geordert, wichtiges Zubehör abbestellt und auch Flugstunden reduziert hatte.
Pilz und Mader weisen auf ein weiteres Problem hin: Weniger Flugstunden bedeuten auch weniger Praxis. So war jeder der derzeit 16 Piloten pro Jahr im Schnitt nur 65 Stunden in der Luft.



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