Gerald Grosz

Das wahre Vergehen ist das Verschweigen

Ein Kommentar von Gerald Grosz.

Europa taumelt. Während Brüssel sich im moralischen Höhenflug gefällt, rutscht der Kontinent ökonomisch Richtung Boden. Unter dem Banner grüner Erlösungsfantasien wird eine ganze Industrie entwurzelt, Arbeitsplätze verdampfen, Wachstum verendet im politischen Labor. Zugleich stemmt die EU eine Migration, deren Ausmaß sie selbst herbeigeredet hat – und deren Realität sie nun überrollt.

Doch statt Ursachenforschung: Wortgefechte über Gendersternchen und Wokeness, als ginge es um den Fortbestand der Menschheit. Ein politischer Jahrmarkt der Ablenkungen, während Wettbewerbsfähigkeit und soziale Stabilität erodieren.

Die Institutionen? Kommission und Parlament wirken wie Statisten ihrer eigenen Inszenierung: große Gesten, kleine Wirkung. Europas geopolitische Bedeutung schrumpft, seine wirtschaftliche Kraft wankt, sein Selbstvertrauen gleich mit.

Wer darauf hinweist, gilt als Nestbeschmutzer. Doch das wahre Vergehen ist das Verschweigen. Europa braucht keine Empörungskultur, sondern Ehrlichkeit. Nur wer den Niedergang erkennt, kann den Aufstieg neu beginnen.

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