Österreich sollte EU-Vorreiter bei Strafhöhe werden

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Österreich sollte EU-Vorreiter bei Strafhöhe werden

Das sagt ÖSTERREICH – ein Kommentar von Chefredakteur Niki Fellner zum Strafmaß im Kinderporno-Fall rund um TV-Star Florian Teichtmeister.

Der Fall Teichtmeister hat eine längst überfällige Diskussion über die Strafhöhen für sexuellen Missbrauch von Kindern ausgelöst.

ÖSTERREICH fordert seit Tagen eine Verschärfung der Gesetze. Es ist völlig unverhältnismäßig, dass Florian Teichtmeister wegen dem Besitz von 58.000 (!) Kinderporno-Dateien nicht einen Tag ins Gefängnis muss, während Ex-Kanzler Sebastian Kurz wegen Falschaussage vor dem U-Ausschuss 3 Jahre Haft drohen und Karl-Heinz Grasser sogar (nicht rechtskräftig) zu 8 Jahren Haft verurteilt wurde.

Es ist gut, dass Bundeskanzler Karl Nehammer sich nun persönlich in die Diskus­sion eingeschaltet hat und eine Verschärfung der Gesetze ankündigt. Eine Anpassung der Strafen an Deutschland ist ein erster richtiger Schritt – in Wahrheit sind aber auch die nach deutschem Vorbild angedachten fünf Jahre Haft (statt wie derzeit zwei Jahre) noch viel zu wenig. Bei Missbrauch an Kindern darf es kein Pardon geben. Da brauchen wir keine falsch verstandene Resozialisierungs-Romantik. Wer Kinder schändet, gehört weggesperrt.

Wenn wir jetzt den völlig richtigen Schritt setzen und unsere Gesetze verschärfen, dann sollte Österreich bei den Strafhöhen zu einem Vorreiter in Europa werden: Mit den härtesten Strafen gegen Kinderschänder in der ganzen EU!