Ein Kommentar von Gerald Grosz.
Bis zu 240 Euro im Jahr pressen SPÖ und ÖVP den Österreichern ab, damit am Küniglberg eine explosive Mischung aus Seifenoper, Sumpf und Selbstbedienungsladen zelebriert werden kann. Der ORF ist kein öffentlich-rechtlicher Sender mehr. Er ist ein moralischer und finanzieller Totalschaden auf Kosten der Gebührenzahler.
Ein gestürzter Generaldirektor, schwere Vorwürfe, Millionenklagen, die selbstverständlich wieder die Zwangsfinanzierten begleichen dürfen, Chats. Ein rotschwarzer Stiftungsrat, der wie ein undurchsichtiges Kartell agiert und in dubiose Geschäfte, Verflechtungen und Postenschiebereien verstrickt ist. Eine Führung, die Krisenmanagement mit Krisenverschärfung verwechselt und den freien Fall des Senders nur noch beschleunigt. Das alles auf dem Rücken jener, die gar nicht mehr einschalten wollen.
Die wahren Drahtzieher sitzen tief in SPÖ und ÖVP. Jahrzehntelang haben beide Parteien den ORF als ihre private Propagandamaschine missbraucht, Kritik erstickt, Linientreue belohnt und unliebsame Stimmen kaltgestellt. Jetzt, wo der Brand am Küniglberg lichterloh brennt, schweigt der rote Medienminister oder gibt nichtssagende Erklärungen ab. Hauptsache, die jahrzehntelange Macht über die Meinungsmache bleibt erhalten.
Das Vertrauen der Österreicher in diese Zwangspropagandaorgel ist nicht bloß erschüttert – es ist pulverisiert. Skandale werden uns noch Jahre durch Gerichtssäle begleiten. Ein unerträglicher, unverschämter Zustand für jeden ehrlichen Steuer- und Gebührenzahler.
Die einzig konsequente Antwort lautet deshalb: Privatisieren. Sofort.
Schluss mit dem Zwangsbeitrag. Schluss mit der roten und schwarzen Bevormundung. Wer den ORF will, soll ihn freiwillig zahlen und einschalten. Der Rest Österreichs hat ein Recht darauf, nicht länger die Spielwiese gescheiterter Eliten und parteipolitischer Versorgungssysteme zu alimentieren.
Der ORF ist längst sein größter Feind geworden. Zeit, ihn von Rot-Schwarz zu befreien – oder endgültig zu beerdigen.