Rollentausch

Sandra Hüller als Mann: „Mir baumelte ständig was zwischen den Beinen“

Als „Rose“ zeigt Schauspielerin Sandra Hüller ein weiteres Mal ihr Können und begeistert in dem Historienfilm als Frau, die in die Rolle eines Mannes schlüpft.  

Spätestens seit sie 2024 für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert wurde, ist die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller (47) auch einem weiteren Publikum ein Begriff. Kennen sollte man sie aus Filmen wie „Sisi & Ich“ oder „Toni Erdmann“ eigentlich schon länger. Jetzt ist ihr neuester Film gestartet.

Sandra Hüller als Mann: „Mir baumelte ständig was zwischen den Beinen“
© Getty Images

In „Rose“ – ein Werk des österreichischen Regisseurs und Drehbuchautors Markus Schleinzer (54) – hat sie aber schon vor der Premiere für Furore gesorgt. Bei der Berlinale wurde Hüller im Februar für ihre schauspielerische Leistung hochverdient mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Kritiker:innen loben ihre Darstellung als „fulminant“ oder „ein Ereignis“ und schwärmen von ihrem Facettenreichtum.

Eine Frau in Uniform

Das Historiendrama, das dem Leben von Rose (Sandra Hüller) folgt, ist in den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs angesiedelt. In einem abgelegenen Dorf taucht ein mysteriöser Soldat auf, der sich als Erbe eines verlassenen Gutshofs vorstellt und seinen Anspruch mit einem Dokument untermauert.

Der Unbekannte, dessen Ankunft in der Dorfgemeinschaft für wenig Freude sorgt, verbirgt ein großes Geheimnis – er ist eine Frau, Rose, die eine falsche Identität angenommen hat, um ihr Glück zu finden. Um das zu erreichen, lässt Rose sich auch auf eine arrangierte Ehe mit Suzanna (Caro Braun), der Tochter eines Großbauern, ein. Als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, scheint sich für Rose alles perfekt zu fügen. Bis sie nach mehreren Bienenstichen zusammenbricht und ihr Geheimnis ans Licht kommt...

Sandra Hüller als Mann: „Mir baumelte ständig was zwischen den Beinen“
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Die Geschichte basiert auf einem wahren Fall, wurde von Markus Schleinzer aber fiktionalisiert. Der Wiener Filmemacher erzählt in „Rose“ von Selbster  mächtigung und dem Wunsch nach einem Leben in Freiheit. Er bedient sich mit Schwarz-Weiß-Bildern einer schlichten Ästhetik, die eine große Spannung erzeugt.

Neue Perspektive

Als Mann vor der Kamera zu stehen, war für Sandra Hüller eine lehrreiche Erfahrung. „Eine Hose beschützt einen immer“, sagte sie der Zeit und setzte nach: „Eigentlich schützt sie vor allem.“ Für diese Hosenrolle trug die Schauspielerin einen künstlichen Penis aus Horn. „Mir baumelte ständig was zwischen den Beinen rum“, erinnert sie sich, „Jetzt verstehe ich, warum Männer so gehen, wie sie gehen.“

Hüller war auch überrascht davon, dass sie für diese Rolle weniger Emotionen zeigen musste. Es könne „alles drinnenbleiben“, sagte sie, „Irgendwann sagt man dann mal einen klugen Satz. Während die Frau daneben sich die Haare raufen und großes dramatisches Theater spielen muss.“

Gefragter Star

Gleichzeitig ist Sandra Hüller derzeit übrigens in dem im März angelaufenen Science-Fiction-Abenteuer „Der Astronaut – Project Hail Mary“ an der Seite von Superstar Ryan Gosling (45) zu sehen, der als Astronaut Ryland Grace alleine in einem Raumschiff durchs All driftet und die Menschheit vor dem Untergang retten muss, indem er die Auslöschung der Sonne verhindert.

Sandra Hüller als Mann: „Mir baumelte ständig was zwischen den Beinen“
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Sandra Hüller ist als ESA-Mitarbeiterin, die Grace für seine Mission ausgewählt hat, mit von der Partie. Der Film von Regisseur Andy Weir (53) wird von den Kritiker:innen für seine Bildgewalt, Goslings charismatische Darstellung und seinen Humor gefeiert.

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