Rote Unstimmigkeiten

Nach Wut-Video gegen Rendi: Rückendeckung für SPÖ-Rebell

Der Bezirkschef des roten Gemeinderats springt ihm zur Seite. Pfeifer habe seine Sichtweise dargelegt. Es müsse auch kritische Stimmen in Partei geben dürfen.

Patrick Pfeifer, SPÖ-Gemeinderat in Pitten (Bezirk Neunkirchen), ist nach seiner Kritik an SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner von seinem Bezirksparteivorsitzenden verteidigt worden. Pfeifer habe seine Sichtweise dargelegt, sagte der Bezirksvorsitzende, Bürgermeister Rupert Dworak, am Mittwoch auf Anfrage der APA.

Pfeifer habe nichts Ehrenrühriges, Respektloses oder gar Beleidigendes gesagt, stellte Dworak fest. Er habe als Bezirksparteichef mit dem Gemeinderat gesprochen. Man müsse "einem jungen Sozialdemokraten zubilligen, dass er seine Meinung äußern darf. Es muss kritische Stimmen in der Partei geben dürfen". Über den Zeitpunkt könne man diskutieren, fügte Dworak hinzu.

Rendi-Wagner hatte in der ORF-"Pressestunde" am Sonntag für interne Kritiker Konsequenzen bis hin zum Parteiausschluss nicht ausgeschlossen. Pfeifer warf ihr daraufhin am Montag in einem inzwischen wieder gelöschten Facebook-Eintrag "diktatorische Grundzüge" vor.

In der SPÖ hieß es dazu, Rendi-Wagner habe ihre Aussage in der "Pressestunde" nicht allgemein auf parteiinterne Kritiker bezogen, sondern auf jene, die den Vorwurf erhoben haben, die Auszählung der Mitgliederbefragung sei nicht korrekt abgelaufen.

 



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