Österreich nimmt keine der 450 Bootsflüchtlinge aus Italien auf

Kanzler-Brief

Österreich nimmt keine der 450 Bootsflüchtlinge aus Italien auf

Kurz antwortete auf Conte-Appell in einem Brief.

Österreich wird keine der jüngst in Italien gestrandeten 450 Migranten aufnehmen. Das teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) seinem italienischen Amtskollegen Giuseppe Conte in einem am Dienstag der APA vorliegenden Brief mit. Als Grund nannte Kurz, Österreich habe seit 2015 "gemessen an der Bevölkerungszahl" mehr Asylanträge als "viele andere" EU-Staaten angenommen.

Zwei Schiffe der italienischen Marine hatten am Samstag rund 450 Flüchtlinge aus prekärer Lage von einem Holzboot im Mittelmeer gerettet und in italienische Gewässer gebracht. Conte hatte daraufhin in einem Brief an die Staats- und Regierungschefs der anderen 27 EU-Staaten "ein klares Zeichen" für Solidarität in der EU gefordert und die Bereitschaft, "die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, einen Teil der rund 450 geretteten Personen in einem Hafen zu empfangen oder sie aufzunehmen".

Deutschland, Frankreich, Malta, Portugal und Spanien hatten nach langen Verhandlungen zugesagt, je 50 Flüchtlinge zu übernehmen. Irland will weitere 20 Migranten aufnehmen.



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