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"Unterdrückt"

Compliance-Bericht: Kritik an ORF-Thurnher wächst

In der Causa ORF gerät nun auch Interims-Chefin Ingrid Thurnher zunehmend unter Druck. Stiftungsrat Gregor Schütze wirft ihr vor, den Compliance-Bericht zu "unterdrücken". 

ORF-Krise. Während die Vorwürfe im ORF nicht abreißen, kommt nun auch die interimistische ORF-Chefin Ingrid Thurnher immer stärker unter Druck. Im ORF wird Thurnher vor allem das zögerliche und viel zu langsame Krisenmanagement vorgeworfen. Zudem gibt es Kritik an der „desolaten Krisenkommunikation“ in der Causa Weißmann. So hat der ORF die Entlassung Weißmanns kommuniziert und gleichzeitig festgehalten, dass es keine sexuelle Belästigung gegeben habe.

Das Kommunikations-Debakel wird nun auch Thema im Stiftungsrat: ÖVP-Stiftungsrat Gregor Schütze kritisiert in einem Schreiben an seinen Stiftungsratskollegen sogar die „vollständige Unterdrückung des Compliance-Berichts“, berichtet der Standard. Schütze vermisst demnach eine „klare und nachvollziehbare Begründung“, warum Thurnher den Bericht „unterdrücke“.   

Stellvertreter Gregor Schütze, ORF-Chefin Ingrid Thurnher und Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer am Donnerstag, 12. März 2026, anl. einer Plenarsitzung des ORF-Stiftungsrats im ORF-Zentrum in Wien.  

Stellvertreter Gregor Schütze, ORF-Chefin Ingrid Thurnher und Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer am Donnerstag, 12. März 2026, anl. einer Plenarsitzung des ORF-Stiftungsrats im ORF-Zentrum in Wien.  

© APA/HELMUT FOHRINGER

Rechtliche Einwände könnten "nicht die vollständige Unterdrückung rechtfertigen", argumentiert Schütze. Und: In ihrem ersten Interview als neue ORF-Chefin in der "ZiB2" versprach Thurnher, dass der Bericht nicht in der Schublade verschwinden werde.

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