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Vor Wahlkampf-Start sind alle pleite

Parteien geht das Geld aus

Die vielen Wahlkämpfe der letzten Jahre rissen bei allen Parteien ein Loch ins Budget.

Wien. Wahlkämpfe sind teuer – und der anstehende dürfte besonders schmerzen. Denn die Parteien sind durch die Bank pleite. Besonders massiv dürfte das Problem bei der SPÖ sein. Die Partei gab vor einem Jahr an, knapp 10 Mio. Euro Schulden zu haben – da hatte man schon das Gartenhotel Altmannsdorf verkauft. Die Rechenschaftsberichte 2013 bis 2016 zeigen laut Onlineplattform Die Sub­stanz, dass die Roten in diesen drei Jahren Kredite in Höhe von 9 Mio. Euro aufnahmen, zurückgezahlt wurden in dieser Zeit aber nur 7,4 Millionen. Danach stand 2017 ein teurer Wahlkampf an, bei dem die SPÖ 7,4 Mio. ausgab.

ÖVP, SPÖ und FPÖ haben Kredit in Millionenhöhe

Insidern zufolge sind die Roten für die anstehende Wahl im Herbst wieder um einen Kredit in Höhe von 5 Millionen Euro bemüht, bekommen offensichtlich aber keinen, weil sie zu tief in der Kreide stehen.

Teure Wahl. Leer dürften auch die türkisen Partei­kassen sein. Die ÖVP nahm zwischen 2013 und 2016 Kredite in Höhe von 11,2 Mio. auf, zahlte aber lediglich 5 Mio. zurück und hat bei der Wahl 2017 dann noch einmal 13 Mio. – 6 Mio. mehr als erlaubt – hinausgeblasen.

So gut wie zurückgezahlt hat ihre Kredite von 2013 bis 2016 – Höhe 5,4 Mio. Euro – die FPÖ. Allerdings fraß der lange Hofburg-Wahlkampf fast die gesamte Parteien­förderung der Blauen auf, und bei der Nationalratswahl schoss man mit 10 Mio. weit übers Ziel hinaus. Die Wahl 2019 will man dem Vernehmen nach sparsam angehen.



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