In der wöchentlichen Kanzlerfrage kommen die Ampel-Chefs zusehends unter die Räder.
Mitleid ist bekanntlich keine politische Kategorie - angesichts dieser Umfragewerte könnte man aber geneigt sein, eine Ausnahme zu machen. In der wöchentlichen Kanzlerfrage der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24 (1.000 Befragte am 5. bis 7. Jänner) kommen die Chefs von SPÖ und ÖVP, Andreas Babler und Christian Stocker, arg unter die Räder.
Würden die Österreicherinnen und Österreicher den Bundeskanzler direkt wählen, der amtierende Regierungschef Christian Stocker bekäme nur 12 % der Stimmen (+1 zur Vorwoche). Noch schlimmer erwischt es den roten Vizekanzler, Andreas Babler käme demnach nur auf 8 % - übrigens genauso viel, wie NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger erhalten würde.
Überlegener Sieger dieses Matches wäre klarerweise Herbert Kickl, mit 32 % wäre er stärker als Stocker, Babler und Meinl-Reisinger zusammen. Ein Wert, den normalerweise nur ein amtierender Kanzler hat. Kickl schafft das, obwohl er vor einem Jahr die Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP abgebrochen und damit auf den Kanzlersessel verzichtet hatte.