Wechsel steht bevor

Platter schon fast fix in Tirol

Der Erdrutsch nach der Wahl in Tirol zieht in der ÖVP ein Postenkarussell nach sich – mit Siegern und Verlierern. Platter soll nach Tirol wechseln.

Hochspannung in Tirol: Nach dem Wahl-Debakel jagt eine Krisensitzung in der ÖVP die nächste. Im Zentrum aller Diskussionen ist Innenminister Günther Platter. Denn er versucht seit Montag den Landeshauptmann-Sessel in Tirol zu erklimmen.

Platter kommt
Es gilt als ausgemacht, dass Innenminister Günther Platter „ehebaldigst“ Van Staa als VP-Chef und Landeshauptmann ablöst. Der mächtige ÖAAB sprach sich schon Dienstag für Platter als Landeshauptmann aus, auch im Wirtschaftsbund hat Platter die Mehrheit. Trotzdem verzichtete Platter im Landesparteivorstand auf eine Kampfabstimmung, führt die Koalitionsverhandlungen vorerst mit Van Staa gemeinsam.

Platters Problem
Van Staa will den Landeshauptmann nicht aufgeben, zimmert eine "Koalition der Verlierer“ mit der Tiroler SPÖ, die ihn an der Landesspitze halten soll.

Platter selbst will mit Van Staa die Koalition fertig verhandeln, dann von allen Bünden als neuer Landeshauptmann gekürt werden - und Van Staa zum Landtagspräsidenten machen.

Pröll für Platter
Unterstützung erhielt Platter am Mittwoch überraschend von Umweltminister Josef Pröll. Er jettete extra nach Tirol, um dort beim Bauernbund Stimmung für Platter zu machen. Hintergrund der Aktion: Wenn Platter nach Tirol wechselt, soll Josef Pröll mächtiger Innenminister in der Wiener Koalition werden. Ein Insider: "Im Juli ist Platter in Tirol und Pröll ist neuer Innenminister!"

Kdolsky vor Rücktritt?
In der ÖVP kochen die Emotionen hoch: "Die Gesundheitsreform, so wie sie die Regierung will, ist gestorben“, sagen hochrangige ÖVP-Abgeordnete. Und SPÖ-Klubinsider assistieren: „Die Gesundheitsreform hat keine Mehrheit mehr und wird im Parlament scheitern.“

Die Ministerin in New York
Während die Gesundheitsreform scheitert, weilt Ministerin Kdolsky bei einer Aids-Konferenz in New York. Das sorgt in der ÖVP für Unmut. Immer mehr wollen Kdolsky den "Rücktritt" einreden.

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