Polit-Groteske um Lipizzaner

Streit um Pferde

Polit-Groteske um Lipizzaner

Jetzt streitet Koalition auch noch über Pferde.

SPÖ-Ministerin Claudia Schmied würde gerne künftig für die Spanische Hofreitschule zuständig sein. Konkret möchte sie die Lipizzaner in ihr Kulturressort transferieren. Weil die edlen Pferde dort besser untergebracht wären.

Der zuständige schwarze Lebensminister Nikolaus ­Berlakovich tobt. Im ÖSTERREICH-Interview attackiert er die rote Ministerin frontal: „Claudia Schmied soll sich um die Bildung unserer Kinder statt um Unterricht für Pferde kümmern.“

Rot-schwarzes Match jetzt auch um Lipizzaner

Das rot-schwarze Koalitionsklima dürfte in der Tat bereits unter dem Gefrierpunkt sein – angesichts dieser Groteske um die lieben Pferdchen. Schmied begründet ihr Interesse an Rössern mit dem bisherigen Defizit der Spanischen Hofreitschule in der Höhe von 780.000 Euro.

Zudem sollen die Pferde besser geschützt werden. Bislang mussten die Reiter die Vorführzahlen verdoppeln, um die Schulden in den Griff zu bekommen.

Offenbar mit Erfolg
Laut VP-Minister Berlakovich würde die Chefin der Spanischen Hofreitschule, Elisabeth Gürtler, 2011 erstmals wieder eine schwarze Null schreiben.

ÖSTERREICH: Claudia Schmied würde gerne die Lipizzaner von Ihrer in ihre Zuständigkeit holen. Sind Sie einverstanden?
Nikolaus Berlakovich:
Claudia Schmied hat eine völlig unnötige und groteske Diskussion gestartet. Während die Menschen sich um den Euro sorgen und auf eine Bildungsreform warten, redet Schmied plötzlich über die Lipizzaner.

ÖSTERREICH: Das heißt?
Berlakovich:
Das heißt, Schmied soll sich mehr um die Bildung unserer Kinder kümmern als um Unterricht für Pferde. Eine Bildungsreform ist längst überfällig.

ÖSTERREICH: Aber warum wollen Sie die Lipizzaner behalten?
Berlakovich:
Sie sind ein Herzstück des Lebensministeriums. Seit 2001 haben wir Reformen durchgezogen. Dieses Jahr werden wir mithilfe der Führung von Elisabeth Gürtler eine schwarze Null schreiben.

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