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Polit-Hammer: Ursula Stenzel tritt aus FPÖ aus

Die ehemalige Bezirksvorsteherin der Wiener Innenstadt hat genug von der Politik. Sie kehrt zu ihren journalistischen Wurzeln zurück.

Wie ÖSTERREICH erfuhr, tritt Ursula Stenzel aus der FPÖ aus. Die ehemalige Bezirksvorsteherin der Wiener Innenstadt hat den freiheitlichen Landesgeschäftsführer, Andreas Guggenberger, in einem Mail über ihr Vorhaben informiert, wie sie im Interview selbst bestätigte. Offiziell soll es dann am 15. Dezember beim Bundesparteivorstand werden.

Der Grund? "Das kann ich Ihnen sagen, weil ich schreiben möchte und zu meinen journalistischen Wurzeln zurückkehren will. Ich will das in meiner Eigenverantwortung tun und nicht für Parteiinteressen sprechen. Ich will parteiunabhängig sein", so Stenzel. Parteichef Dominik Nepp habe vollstes Verständnis dafür.

Jetzt will sie einen Blog starten. "Wer mich einlädt, immer gerne", sagt sie. Ganz von der Politik abwenden kann sie sich aber dann doch nicht. Thematisch will sie sich allerdings treu bleiben. "Demokratie, Corona, Grundrechte, Europa", erklärt Stenzel. "Blicke sicherlich mit keinem weinenden Auge auf die Politik zurück. Aber auch nicht im Zorn. Mich wollte jeder unabhängig haben, ohne Partei. Strache wollte das, Schüssel auch. Aber wenn Sie einmal dabei sind, muss man auch Solidarität zeigen", erklärt sie.

Jetzt will sie für ihren Neustart keine Zeit verlieren. Schon kommende Woche soll es mit ihrem Blog losgehen.

Stenzel: "Ich blicke sicherlich mit keinem weinenden Auge auf die Politik zurück"


ÖSTERREICH: Warum treten Sie gerade jetzt aus der FPÖ aus?

URSULA STENZEL: Ich will schreiben, zu meinen journalistischen Wurzeln zurückkehren. Das geht nur unabhängig.

ÖSTERREICH: Und was ist Ihr Plan?

STENZEL: Ich will einen Blog machen. Wer mich einlädt, zu Diskussionen, immer gerne. Solange mein Verstand es mir noch erlaubt, eine wissende und analytische Beobachterin des Tagesgeschehens zu sein, mache ich das gerne.

ÖSTERREICH: Über was wollen Sie konkret schreiben?

STENZEL: Das Thema Nummer 1 ist natürlich Corona. Über Grundrechte und Europa in der schwersten Krise seit langem. Über Ungarn, Polen, Amerika.

ÖSTERREICH: Wie blicken Sie auf die Politik zurück?

STENZEL: Ich blicke sicherlich mit keinem weinenden Auge auf die Politik zurück. Aber auch nicht im Zorn. Mich wollte jeder unabhängig haben, ohne Partei. Strache wollte das, Schüssel auch. Aber wenn Sie einmal bei einer Partei sind, muss man auch Solidarität zeigen.

ÖSTERREICH: Wann startet ihr Blog?

STENZEL: Nächste Woche geht es los!

 

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