VdB

politik-insider

VdB – das ist seine Wahlkampf-Strategie

Prominente Unterstützer für Van der Bellen, während Rechtsextreme und Corona-Leugner ihm zunehmend drohen. Sein Konter.

Wien. „Demokratie, ein respektvolles Miteinander“, sind zwei von mehreren Gründen, die Ex-VP-EU-Kommissar Franz Fischler für seine Unterstützung für Alexander Van der Bellen angibt. Das sind freilich auch zwei ganz wichtige Punkte der Wahlkampagne des amtierenden Bundespräsidenten, der sich am 9. Oktober der Wiederwahl stellt. Am Samstag bekannten sich gleich mehrere prominente Unterstützer – etwa Olympia-Radrennfahrerin Anna Kiesenhofer, „Bergdoktor“ Hans Sigl, die Schauspielerinnen Verena Altenberger und Adele Neuhauser, Comedian Michi Buchinger, Sängerin Caroline Athanasiadis, Influencerin Dariadaria, Verfassungsjurist Heinz Mayer und Mediziner Siegfried Meryn – dazu, Van der Bellen zu wählen.

Drohungen. Sein Wahlkampf – offiziell wird er diesen Anfang September, sobald der Stimmzettel steht, mit Plakaten starten – ist freilich nicht nur durch Krieg, Teuerung, Gaskrise und eine Regierung auf Schleuderkurs, sondern auch durch zunehmende Drohungen gegen ihn überschattet. Rechtsextreme, Corona-Leugner und Putin-Trolle versuchen Van der Bellens Wahlkampf nicht nur mit Demonstrationen zu stören, sondern ihn auch einzuschüchtern, berichten Vertraute. Genau das ­wolle er nicht zulassen.

Klartext. VdB wolle – wie etwa bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen – „klar kommunizieren“ und Flagge gegen Putin zeigen. Der Tod der engagierten Ärztin Lisa- Maria Kellermayr (siehe Seite 2) hat freilich auch Van der Bellen tief berührt. Die verbleibenden Wochen bis zur Wahl werde er versuchen, die Polarisierung zu bekämpfen. Allerdings rechnet das Lager von Van der Bellen offenbar mit einem aggressiven Wahlkampfstil von FPÖ-Chef Herbert Kickl. Worauf er aber nicht einsteigen werde.