Längerer Wehrdienst

Wehrpflicht: Generalstabschef für "acht plus zwei"-Modell

Der Generalstabschef des Bundesheers, Rudolf Striedinger, hat sich für eine Wehrdienstverlängerung und ein Modell von acht Monaten Grundwehrdienst plus zwei Monaten an verpflichtenden Milizübungen ausgesprochen.  

Zur von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) in den Raum gestellten Volksbefragung zur Reform wollte er sich im Interview mit der "Presse" (Online-Ausgabe) nicht äußern - das sei eine politische, keine militärische Frage.

Auch die Wehrdienstkommission hatte das "acht plus zwei"-Modell empfohlen. Ein "sechs plus zwei"-Modell sei hingegen unzureichend, sagte Striedinger: "In der modernen Kriegsführung müssen alle unsere Kräfte hochmobil sein. Darauf müssen sie vorbereitet werden und in der Truppe üben: Diese Ausbildung findet im siebenten und achten Monat statt. Diese Fähigkeit muss dann in regelmäßigen Übungen auf einsatzbereitem Stand gehalten werden." Er geht davon aus, dass der Zivildienst auf 12 Monate verlängert wird, wenn ein "acht plus zwei"-Modell kommt.

Damit die Wehrdienstreform mit Anfang 2027 umgesetzt werden könnte, brauche es noch im ersten Quartal 2026 zumindest eine Grundsatzentscheidung der Politik, so Striedinger: "Unsere Pläne haben ergeben, dass wir nämlich eine neunmonatige Vorlaufzeit brauchen, um das System entsprechend umzustellen."

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