Präsidenten-Rave fiel der Hitze zum Opfer

5 Bühnen, 60 Künstler, aber wenig Zulauf

Präsidenten-Rave fiel der Hitze zum Opfer

Van der Bellen sagte seine Teilnahme bei den ersten Veranstaltungen kurzerhand ab.

„Kontrollierter Absturz“ heißt eine Band, die beim Presidential Rave 2.0 der Initiative Gemeinsam für Van der Bellen auftreten sollte. Der Name entwickelte sich zum Programm: Die Veranstaltung ging – höflich formuliert – anfangs ziemlich daneben.

Schon vorab hatten sich Beobachter gefragt, was – bei allem Respekt – der 72-Jährige auf einem Rave soll. Da habe der Abend mit André Heller im Konzerthaus besser gepasst.

Doch der Professor wollte um 13.30 Uhr im Votivpark losziehen und fünf Bühnen abklappern – bis hin zur Schlusskundgebung auf dem Ballhausplatz, wo ÖVP-Politiker Othmar Karas auftreten sollte – des Besuchs eines Raves bisher auch eher unverdächtig.

Die Hitze an diesem Sonntagnachmittag machte den Veranstaltern allerdings einen Strich durch die Rechnung: Beim Start im Votivpark versammelten sich gerade einmal 20 Personen. Auch bei den Bühnen auf dem Stephans- und dem Ballhausplatz war zunächst nichts los.

Die VdB-Fans gingen lieber ins Freibad. Auch Van der Bellen blieb fern. Vorerst war unklar, ob er überhaupt noch auftauchen würde. Schließlich zeigte er sich doch: Vor der Bühne im Stadtpark fanden sich am späten Nachmittag 250 Leute ein. Josef Hader stand auf dem Programm und begrüßte VdB, der entspannt für Selfies posierte und viel plauderte: „Es gibt auch zu schönes Wetter“, meinte er zum holprigen Auftakt der Veranstaltung.

Van der Bellen volksnah, Hofer staatstragend

Auffällig ist: Vor der Wahlwiederholung am 2. Oktober gibt sich Van der Bellen betont volksnah. Er lässt keinen Kirtag aus, posiert mit Weinköniginnen und versucht sich jetzt sogar als Raver.

Sein Konkurrent Norbert Hofer hingegen will jedes Rüpel-Image ablegen, das man einem FPÖ-Politiker aufgrund seiner Parteizugehörigkeit zuschreibt. Er gibt sich besonders staatstragend.

Debora Knob

Video zum Thema: Präsidenten-Rave: Van der Bellens Schlussworte
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