Die FPÖ macht die Loge für Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und ihren Staatsgästen zum Fall fürs Parlament.
oe24 berichtete vorab - jetzt ist es amtlich: Die Loge des Außenministeriums beim Opernball wird zum Fall für das Parlament: Die FPÖ wird eine parlamentarische Anfrage einbringen, um die Umstände der Anmietung durch Ministerin Beate Meinl-Reisinger zu erfahren. Das Papier wird kommende Woche im Nationalrat eingebracht.
„Die Menschen draußen wissen nicht mehr, wie sie durch den Tag kommen sollen und Meinl-Reisinger spielt Ballkönigin auf Staatskosten“, wettert FPÖ-General Michael Schnedlitz.
Hatten auch Vorgänger „Extrawürste“?
Schnedlitz will detailliert wissen, warum die vorhandene Infrastruktur nicht gut genug war und ob Vorgänger im Außenressort ebenfalls „derartige Extrawürste“ benötigten. „Offenbar ist man sich in dieser zerstrittenen Verlierer-Koalition schon so spinnefeind, dass man nicht einmal mehr gemeinsam in einer Loge sitzen kann, oder der Frau Meinl-Reisinger ist der Rest der Truppe nicht schick genug. Wir wollen wissen: Wer saß in ihrer Loge? Wurden hier auf Steuerzahlerkosten NEOS-Parteigänger, Freunde und Günstlinge durchgefüttert? Wer hat die teure Gastro bezahlt, wer die Ballkarten für die Gäste und die Security?“, so Schnedlitz.
Meinl-Reisinger hatte zum Opernball ihre Kolleginnen Elisa Spiropali (Albanien) und Maria Theresa Lazaro (Philippinen) mitgebracht. „Der Opernball ist eine ganz praktische Sache für eine österreichische Politikerin. Kaum sonst zeigt sich Österreich von einer so schönen, kulturell reichen, dekorativen Seite“, sagte die Außenministerin bei dem gemeinsamen Presseauftritt mit Lazaro vor Pressevertretern und Mitgliedern der philippinischen Community. Die Philippinen sind für Österreich wichtig, da dort Pflegekräfte rekrutiert werden.