Ausnahme

Helmut Werner und Schlagerstar Heino: Im Privatjet zu Papst Leo XIV.

Der Manager und der deutsche Schlagerstar haben eine Privataudienz beim Papst bekommen. Die beiden flogen standesgemäß mit einem Privatjet. 

Manche Karrieren führen in Vorstandsetagen, andere auf die größten Bühnen des Landes – und nur ganz wenige gipfeln schließlich im Apostolischen Palast. Der österreichische Manager Helmut Werner hat nun genau dieses Kunststück vollbracht: Gemeinsam mit Schlagerlegende Heino erhielt er eine Privataudienz bei Papst Leo XIV. Damit reiht sich Werner in einen kleinen Kreis ein, der bislang nur einen weiteren Österreicher kannte: Arnold Schwarzenegger, der den Pontifex am 1. Oktober 2025 zum Gespräch über den Klimawandel traf. Werner hingegen wählte einen anderen Zugang – einen musikalisch-frommen.

Helmut Werner küsst den Ring des Pontifex. 

Helmut Werner küsst den Ring des Pontifex. 

© privat

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Wie es zu dieser Audienz kam, schilderte Werner gegenüber oe24 mit großer Freude. Der Weg nach Rom begann nicht mit diplomatischen Kanälen, sondern mit einem Brief. „Ich habe dem Heiligen Vater geschrieben, dass es für Heino, der sehr gläubig ist, die größte Ehre wäre, seine Heiligkeit zu treffen“, erzählt Werner. In dem Schreiben hob er hervor, dass Heino bereits mehr als 250 Konzerte in Kirchen gegeben habe – Auftritte, die Generationen verbinden und Glauben hörbar machen.

Die Antwort ließ nicht allzu lange auf sich warten. Am 23. Dezember kam die Einladung aus dem Apostolischen Palast. „Wir waren zu Tränen gerührt“, so Werner. „Es ist die größte Ehre, die man erhalten kann.“ Worte, die man nicht leichtfertig wählt – und in diesem Fall auch nicht leicht widerlegt.

Heino zeigt, wie Helmut Werner den Ring des Papstes küsst. 

Heino zeigt, wie Helmut Werner den Ring des Papstes küsst. 

© privat

Lob für Helmut Werner

Papst Leo XIV. zeigte sich bei der Audienz bestens informiert und ausgesprochen wohlwollend. Er lobte die Arbeit von Heino und Werner, die mit ihren Kirchenkonzerten Menschen wieder den Weg in die Gotteshäuser ebnen würden. Eine Art Seelsorge im Dreivierteltakt, könnte man sagen. Zum Abschluss segnete der Pontifex beide – ein Moment, der, wie Werner betont, „unbeschreiblich war und ein Leben lang nachhallt“.

Heino und Helmut Werner im Privatjet.

Heino und Helmut Werner im Privatjet.

© Benedict Bartsch

Auch Geschenke wechselten die Hände, wie es sich für einen Besuch dieser Würde gehört. Werner und Heino überreichten dem Papst eine eigens gewidmete goldene Schallplatte zu Heinos Kirchenlieder-Album „Frieden auf Ewigkeit“ – ein Präsent, über das sich der Heilige Vater sichtlich freute. Im Gegenzug erhielten die beiden einen gesegneten Rosenkranz aus Silber. Geistlicher Glanz trifft auf bleibenden Wert.

Heino und Helmut Werner im Privatjet mit der goldenen Schallplatte als Gastgeschenk. 

Heino und Helmut Werner im Privatjet mit der goldenen Schallplatte als Gastgeschenk. 

© Benedict Bartsch

Privatjet und Ruhestand

Und weil selbst himmlische Termine manchmal eine gewisse Flughöhe verlangen, reisten Werner und Heino standesgemäß im Privatjet an. Ein Detail, das zeigt: Der Weg zum Papst mag demütig beginnen – er darf aber durchaus komfortabel enden.

So bleibt diese Audienz nicht nur ein spiritueller Höhepunkt, sondern auch eine jener Geschichten, in denen sich Popkultur, Glaube und ein wenig augenzwinkernder Glamour auf bemerkenswerte Weise begegnen. Oder anders gesagt: Wenn Heino singt und Werner schreibt, öffnet selbst der Vatikan seine Tore. "Mehr kann ich beruflich nicht mehr erreichen. Eigentlich könnte ich mich jetzt zur Ruhe setzen", sagt Werner.

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