Leicht entflammbare Faschingskostüme, Schwermetalle in der Schminke. Welche Risiken der Fasching birgt.
Fasching ist bekanntlich die fünfte Jahreszeit und wird mit Spaß, Freude und Verkleidungen verbunden. Doch bei den Kostümen und Schminke ist Vorsicht geboten, warnt nun das Gesundheitsministerium. Sie können leicht entflammbar sein, Schadstoffe enthalten oder eine Erstickungsgefahr darstellen.
Das Ressort lässt Faschingskostüme und -schminke regelmäßig amtlich überprüfen. Die Ergebnisse sind alles andere als erfreulich. „Fasching soll für Kinder eine fröhliche Zeit sein. Umso mehr berührt es mich, dass unsere Kontrollen immer wieder Mängel bei der Entflammbarkeit oder fehlende Warnhinweise zeigen“, so Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ). Vor allem billige Online-Produkte sind anfällig.
Jedes dritte Kostüm mit Mängeln
Bei einer Schwerpunktaktion der AGES im vergangenen Jahr wurde rund ein Drittel der untersuchten Kostüme beanstandet. „Faschingskostüme werden auf Erstickungs- und Strangulierungsgefahr, Inhaltsstoffe, Entflammbarkeit und Kennzeichnungsmängel untersucht“, so AGES-Geschäftsführer Johannes Pleiner-Duxneuner. Bei Schminke wurden in den vergangenen Jahren wiederholt Schwermetalle, fehlende Warnhinweise und mangelhafte Kennzeichnungen festgestellt.
Folgende Tipps gibt das Ministerium für einen sicheren Fasching:
- Kostüme sollten schnell an- und ausgezogen werden können
- Keine Bänder und Schnüre im Halsbereich
- Perücken, Masken und Kopfbedeckungen nicht in die Nähe von offenen Flammen
- Plastikverpackungen wegen der Erstickungsgefahr entsorgen
- Warn- und Anwendungshinweise bei Schminke beachten
- Schminke nicht auf verletzter Haut auftragen und vorab an einer kleinen Hautstelle testen
- Auffällig riechende Schminke nicht verwenden
„Mir ist wichtig, dass Eltern sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder sicher feiern können. Mit geprüften Produkten, ein wenig Aufmerksamkeit und einem gemeinsamen Blick auf mögliche Risiken können wir alle dazu beitragen, dass der Fasching wirklich unbeschwert und voller schöner Erinnerungen bleibt“, so die Ministerin.