Hochprozentiger Alkohol soll teurer werden.
Nach rund einer Woche zähen Verhandlungen einigte sich die Regierung auf die Eckpfeiler für das Doppelbudget 2027/28. Insgesamt will die ÖVP-SPÖ-NEOS-Koalition rund fünf Milliarden Euro aufbringen, wobei rund die Hälfte in Offensivmaßnahmen fließen soll, die andere Hälfte soll das Defizit senken.
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Geplant ist dabei auch eine höhere Steuer auf "harten Alkohol", wie die APA schreibt. Konkret soll die Abgabe um 30 Prozent steigen, also doch recht deutlich. Für Bier- und Weintrinker - diese fallen wohl nicht unter "harten Alkohol - dürfte sich aber nichts ändern. Betroffen dürften stattdessen Spirituosen, Liköre und Schnäpse sein.
So viel teurer wird Wodka und Co.
Derzeit liegt die Alkoholsteuer bei 12 Euro pro Liter Reinalkohol. Das heißt: Bei einem 0,7-Liter-Wodka mit 40 Prozent Alkoholgehalt sind 280 Milliliter Reinalkohol enthalten. Das entspricht dann einer Steuer von 3,36 Euro. Bei einer Erhöhung um 30 Prozent würde die Flasche Wodka dann rund einen Euro mehr kosten.
Bei einem klassischen Gin-Tonic (4 cl Gin mit 37,5 Volumenprozent) beläuft sich die Alkoholsteuer derzeit auf rund 18 Cent. Ein Zuschlag von 30 Prozent auf die Abgabe würde den Longdrink um rund fünf Cent verteuern. Für einen Liter Schnaps (40 Volumenprozent) fallen derzeit rund 4,8 Euro Alkoholsteuer an. Mit der Steuererhöhung würde der Preis um rund 1,5 Euro steigen.
Der Pro-Kopf-Konsum liegt bei Reinalkohol in Österreich übrigens im Schnitt bei rund 12 Liter pro Jahr, wobei hier auch Bier, Wein und Co. mitgerechnet sind.