Rendi-Wagner trauert um ihre Großmutter

Veranstaltung frühzeitig verlassen

Rendi-Wagner trauert um ihre Großmutter

Die SP-Chefin verließ vorzeitig eine Veranstaltung - aus persönlichen Gründen, wie es hieß.

Die Veranstaltung „100 Jahre Frauenwahlrecht“ der SPÖ-Frauen war gut besucht. Anwesend waren die 2. Nationalratspräsidentin Doris Bures, Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek und die Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner. Diese nahm noch am offiziellen Programm teil, hat aber dann den Termin vorzeitig verlassen. Aus persönlichen Gründen, hieß es zunächst. Ihre Sprecherin meinte später, Rendi-Wagners Großmutter ist verstorben. Die Todesnachricht erreichte die SP-Chefin noch vor dem Event, allerdings wollte sie unbedingt daran teilnehmen.

Parteitag: 96-%-Ergebnis von Kern als Messlatte für Rendi-Wagner

Beim SPÖ-Parteitag am Samstag stellt sich Rendi-Wagner erstmals der Wahl als Vorsitzende. Sie will selbst kein Ziel nennen, doch parteiintern wird das erste Wahlergebnis von Vorgänger Christian Kern als Mess­latte herangezogen. Er erreichte 2016 96,8 %.

Rendi-Wagner hatte sich in ihren ersten Wochen an der Parteispitze mehrere Fronten eröffnet: Den Steirer Max Lercher hat sie als Bundesgeschäftsführer abgesetzt, den Sohn von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser an unwählbarer Stelle auf der EU-Liste platziert. Die Parteireform mit mehr Mitgliederbeteiligung hat sie teilweise abgesetzt, was die Basis verärgerte. In den vergangenen Wochen war sie um Versöhnung bemüht. Ein Ergebnis unter 95 % wäre gleich zu Beginn ein echter Dämpfer.

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