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Emanzentruppe:

Schüssel sorgt mit Aussage für Aufregung

"Wäre ich ein Linker, würde die ganze Emanzentruppe vor mir flach liegen". Mit dieser Aussage sorgt Kanzler Wolfgang Schüssel für Empörung.

Eine frauenpolitische Aussage von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) sorgt bei SPÖ und Grünen für Empörung. Der Kanzler lobte bei einer Wahlkampfveranstaltung in Leibnitz den hohen Frauenanteil der Regierung mit den Worten: "Wäre ich ein Linker, würden die ganze Emanzentruppe vor mir flach liegen". Die Grüne Vize-Chefin Eva Glawischnig reagierte darauf "mit Entsetzen". Auch die SPÖ-Frauen sprachen von einer "unglaublichen Entgleisung".

Glawischnig bezeichnete die Aussage Schüssels als "Macho-Spruch der übelsten Sorte". In einer Pressekonferenz sprach sie von einer "Frechheit" des Kanzlers und einer "Verhöhnung der Frauen". Die stellvertretende Bundessprecherin der Grünen stellte die Frauenpolitik der ÖVP in Frage und forderte Schüssel auf, sich für diese Wortmeldung zu entschuldigen.

Die Bundesgeschäftsführerin der SP-Frauen, Bettina Stadlbauer, meinte in einer Aussendung, Sätze wie diese seien "unterste Schublade aus dem Wirtshausjargon". Damit gebe der Bundeskanzler einen "ungeheuerlich Einblick", was er von Frauen halte.



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