Die FPÖ kündigt eine parlamentarische Anfrage zur Bestellung von Ex-NEOS-Bundesgeschäftsführer Feri Thierry zum Leiter der Stabsstelle Strategie und Planung im Außenministerium an.
Wien. Die FPÖ tobt wegen einer Personalie im Außenministerium und kündigte dazu eine parlamentarische Anfrage an. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz kritisiert die Bestellung von Ex-NEOS-Bundesgeschäftsführer und Ex-Forum-Alpbach-Generalsekretär Feri Thierry zum Leiter der Stabsstelle Strategie und Planung im Außenministerium. Der FPÖ-General wirft den NEOS "Postenschacher für pinke Parteigünstlinge" vor. "Das Hieven des ehemaligen NEOS-Bundesgeschäftsführers Thierry auf einen 12.000-Euro-Posten in ihrem Ressort" sei der nächste "unfassbare Skandal", so Schnedlitz. Thierry trat die Außenministeriums-Position laut dessen Xing-Profil im Jänner 2026 an.
Der damalige NEOS-Bundesgeschäftsführer Feri Thierry, am 25. Mai 2014, in der Wahlzentrale der NEOS in Wien.
Für Schnedlitz würden sich bei dieser Personalentscheidung mehrere Fragen stellen: "Etwa, ob diese Position ausgeschrieben wurde und wenn ja, ob es mehrere Bewerber gab und wer schließlich für die Auswahl Thierrys verantwortlich war." Der FPÖ-General fordert von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger "volle Aufklärung" rund um diese Personalie.
- Meinl-Reisinger schon zum vierten Mal in der Ukraine
- Umfrage: Schon 52 % sind mit der Ampelkoalition unzufrieden
- Kanzlerfrage: Babler von Meinl-Reisinger UND Gewessler überholt
Angesichts der Budgetlage wäre es auch möglich gewesen, "diesen erst 2013 vom damaligen ÖVP-Außenminister Kurz geschaffenen Posten ganz zu streichen oder ihn zumindest kostensparend mit einem qualifizierten Beamten des Außenamts zu besetzen", so der Vorschlag des FPÖ-Generals.
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz tobt: "Top-Job für NEOS-Günstling ist nächster Postenschacher-Skandal Meinl-Reisingers!"
"Die Außenministerin setzt dabei aber lieber auf einen pinken Parteigänger, der abseits seiner Tätigkeit beim ‚Globalisten-Mekka‘ in Alpbach auf den ersten Blick eigentlich kaum Berührungspunkte zur Außenpolitik oder zum diplomatischen Dienst hat", so Schnedlitz, der in seiner Aussendung auch schreibt, "dass Meinl-Reisinger unlängst ihren Kabinettschef auf den Botschafterposten in Tel Aviv gehievt" habe. Im Dezember 2025 ernannte Meinl-Reisinger ihren damaligen Kabinettschef Arad Benkö zum Botschafter in Tel Aviv.