Um 19.15 Uhr auf oe24.TV

Strache: Das erste Interview nach dem Rauswurf!

Nach seinem Ausschluss veröffentlichte HC Strache ein Video-Statement auf Facebook. – Um 19.15 Uhr gibt er sein erstes Interview nach seinem Rauswurf auf oe24.TV!

Die FPÖ bricht endgültig mit Heinz-Christian Strache. Der langjährige Obmann wird aus der Partei ausgeschlossen. Diese Entscheidung des zuständigen Wiener Landesparteivorstands gab FPÖ-Chef Norbert Hofer am Freitagnachmittag bekannt. Das Gremium folgte damit einer Entscheidung des Parteigerichts, das zuvor getagt hatte.
 

Das erste Interview nach dem Rauswurf – 19.15 Uhr auf oe24.TV – Schalten Sie ein!

 
 
 
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Strache war bereits Anfang Oktober infolge des Ibiza-Videos und vor allem wegen der Spesenaffäre von Parteiobmann Norbert Hofer suspendiert worden. Die Entscheidung über den endgültigen Rausschmiss zog sich dann wochenlang. Vorgeworfen wird Strache der Missbrauch von Spesen. So soll er etwa private Ausgaben über Umwege über die Partei abgerechnet haben, was dieser bestreitet.
 

Video von Strache: Er will ein Comeback!

 
 
Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat am Freitag in einer Videobotschaft via Facebook betont, den Parteiausschluss zur Kenntnis zu nehmen. Er werde keinen Einspruch einlegen, so Strache. Nun richte er seinen Blick nach vorne. Der "enorm große Zuspruch aus der Bevölkerung" lasse ihn verstärkt über ein politisches Comeback im nächsten Jahr nachdenken.
 
Die Unterstützung habe ihn "motiviert", der Politik, seinen Anhängern und den Bürgern dieses Landes nicht den Rücken zuzukehren. Seine Mitgliedschaft in der FPÖ sei nun Geschichte, "ein wesentliches Kapitel" seines Leben beendet, so Strache.
 
Seine "initiierten und engagiert vorangetriebenen Einigungsgespräche und ernsthaften Bemühungen" um eine Streitschlichtung hätten bei den Freiheitlichen keinen Anklang gefunden, sah Strache die Verantwortung bei seinen ehemaligen Parteifreunden. Mit den offenen Streitfragen werden sich nun die Gerichte befassen müssen, so der ausgeschlossene Ex-FPÖ-Chef.
 

Das Statement im Wortlaut

 
"Meinen heute öffentlich mitgeteilten Parteiausschluss der FPÖ-Wien durch LPO Dominik Nepp nehme ich zur Kenntnis und werde nicht gegen diesen im Wege des Einspruches vorgehen. Die durch mich initiierten und engagiert vorangetrieben Einigungsgespräche und ernsthaften Bemühungen um eine Streitschlichtung und die Wiedereinkehr von Frieden fanden keinen Anklang bei der FPÖ, der aufgrund tiefgreifender innerer Zerrissenheit die gemeinsame Stimme und die Bereitschaft und Fähigkeit zur Einigung fehlt", schreibt Heinz Christian Strache auf der Socia-Media-Plattform Facebook.
 
"Mit den offenen Streitfragen werden sich nun Gerichte befassen müssen. Meine Mitgliedschaft in der FPÖ ist damit Geschichte, beendet auf Hinwirken der FPÖ. Ein wesentliches Kapitel meines Lebens ist damit nun abgeschlossen, meine Liebe zu Politik allerdings nicht erloschen.", führt Strache weiter an.
 
"Nun richte ich meinen Blick nach vorn. Dorthin, wo bereits im kommenden Jahr große und spannende Herausforderungen auf mich warten. Der enorm große Zuspruch, den ich aus der Bevölkerung in den letzten Wochen und Monaten erhalten habe, lassen mich verstärkt über ein politisches Comeback im Jahr 2020 nachdenken und motiviert mich dazu, der Politik, meinen Anhängern und den Bürgern dieses Landes nicht den Rücken zuzukehren.", schließt Heinz Christian Strache sein Facebook-Statement ab.
 
Abschließend wünscht er seinen Unterstützern und allen Bürgern des Landes ein "besinnliches und friedliches Weihnachtsfest".
 
 

Ausschluss für Hofer "eine Befreiung" 

"FPÖ-Bundesparteichef Norbert Hofer meinte nach der Verkündung des Ausschlusses von Ex-Chef Heinz-Christian Strache: "Für uns ist es eine Befreiung." Denn unter die Causa Ibiza sei nun ein Schlussstrich gezogen. Die FPÖ könne nun in die Zukunft schauen, sagte Hofer in einer Pressekonferenz." schreibt Heinz Christian Strache auf der Social-Media-Plattform Facebook. "Wiens Landesobmann Dominik Nepp berichtete, dass der Beschluss über den Rausschmiss Straches im Landesparteivorstand einstimmig gefällt worden sei. Als Grund nannte der Rathaus-Blaue "parteischädigendes Verhalten". Dem Treffen des Landesparteivorstands war eine Sitzung des Parteigerichts gegen Mittag vorangegangen. Strache sei dort nicht erschienen", führt Strache in dem Posting samt Video-Statement zur Caus FPÖ-Rauswurf weiter an.
 
Ungeachtet des nun erfolgten Ausschlusses wird bereits über ein Polit-Comeback des nun Ex-Blauen bei der Wien-Wahl 2020 spekuliert. Am gestrigen Donnerstag waren drei Strache-treue Mandatare aus der Wiener FPÖ ausgetreten und hatten die neue Bewegung DAÖ "Die Allianz für Österreich" gegründet. Sie würden nun gerne beim Urnengang im kommenden Jahr reüssieren - voraussichtlich mit Strache als Spitzenkandidat.
 

oe24 berichtet LIVE



 17:04

Straches Brief an das FPÖ-Parteigericht

"Die neue Parteiführung der FPÖ hat einen möglichen Ausschluss von mir – nach dem unverständlichen Ausschluss meiner Frau Philippa – seit Monaten in der Öffentlichkeit eingefordert bzw. verkündet und damit das Urteil vorverurteilend vorweggenommen. Grundsätzlich muss ein Parteiausschluss vom zuständigen Gremium ausgesprochen werden. Nach den Statuten der Partei steht mir das Recht zu, gegen diese Entscheidung das hierfür vorgesehene Parteigericht anzurufen. Ihr Wirken als Parteigericht im Sinne des Begehrens der Parteiführung, nämlich Grundlagen dafür zu schaffen, den Auftrag der Parteiführung mittels einer Empfehlung umzusetzen, ist daher rechtlich nicht gedeckt", schreibt Strache in einem Brief an den Vorsitzenden des Parteigerichts.

"Mir fehlt jedenfalls der Glaube an die Objektivität einer entsprechenden Entscheidung durch Obmann Nepp. Dennoch möchte ich mich beim Vorsitzenden des Parteigerichts dafür bedanken, dass er nicht gleich am ersten Tag diverser öffentlicher Unkenrufe auf Zuruf reagiert hat. Nachdem Sie den Parteiausschluss statuarisch nicht vornehmen können, bleibt abzuwarten wie sich Landesobmann Dominik Nepp und der Wiener Landesparteivorstand entscheiden werden. Ich werde im Falle eines zu erwartenden Bescheides den Sachverhalt und die Entscheidung bewerten und gegebenenfalls das Parteigericht anrufen", führt der Ex-Vizekanzler weiter aus.

strachebrief.jpg © oe24

 16:22

Strache: Video-Statement auf Facebook

"Meinen heute öffentlich mitgeteilten Parteiausschluss der FPÖ-Wien durch LPO Dominik Nepp nehme ich zur Kenntnis und werde nicht gegen diesen im Wege des Einspruches vorgehen. Die durch mich initiierten und engagiert vorangetrieben Einigungsgespräche und ernsthaften Bemühungen um eine Streitschlichtung und die Wiedereinkehr von Frieden fanden keinen Anklang bei der FPÖ, der aufgrund tiefgreifender innerer Zerrissenheit die gemeinsame Stimme und die Bereitschaft und Fähigkeit zur Einigung fehlt", lautetet das Statement Straches zum FPÖ-Rauswurf.

"Mit den offenen Streitfragen werden sich nun Gerichte befassen müssen. Meine Mitgliedschaft in der FPÖ ist damit Geschichte, beendet auf Hinwirken der FPÖ. Ein wesentliches Kapitel meines Lebens ist damit nun abgeschlossen, meine Liebe zu Politik allerdings nicht erloschen.", führt Strache weiter aus.

Wie sieht die Zukunft aus?

"Nun richte ich meinen Blick nach vorn. Dorthin, wo bereits im kommenden Jahr große und spannende Herausforderungen auf mich warten. Der enorm große Zuspruch, den ich aus der Bevölkerung in den letzten Wochen und Monaten erhalten habe, lassen mich verstärkt über ein politisches Comeback im Jahr 2020 nachdenken und motiviert mich dazu, der Politik, meinen Anhängern und den Bürgern dieses Landes nicht den Rücken zuzukehren.", schließt Heinz Christian Strache sein Facebook-Statement ab. Abschließend wünscht er seinen Unterstützern und allen Bürgern des Landes ein "besinnliches und friedliches Weihnachtsfest".

 15:39

FPÖ: Ausschluss wegen öffentlicher Äußerungen

Straches Ausschluss wegen parteischädigenden Verhaltens ist offiziell nicht wegen der Spesen-Vorwürfe erfolgt. Das Parteigericht habe in Abwesenheit über "zahlreiche mediale Äußerungen, Facebook-Postings und öffentliche Auftritte" geurteilt, begründete Wiens Parteichef Dominik Nepp die Entscheidung. Strache hatte vor dem Gremium nicht ausgesagt, sondern in einem Brief sein Unverständnis geäußert.

Strache Nepp Hofer © Fotomontage: oe24; Quelle: APA

"Er ist leider der Ladung nicht gefolgt", bedauerte Nepp die Abwesenheit Straches beim Parteigericht. Allerdings seien am Vormittag ein eingeschriebener Brief sowie ein E-Mail eingegangen mit der Botschaft, "dass er nicht zur Verfügung steht und es als entbehrlich empfindet". Die am Donnerstag erfolgte Parteigründung durch drei Strache loyal gegenüber stehende Gemeinderatsmandatare sei übrigens nicht Thema im Parteigericht gewesen.

Dass Strache nicht schon früher ausgeschlossen wurde, bedauerte Hofer nicht. Auch Nepp betonte, dass man dem früheren Parteichef ein faires Verfahren habe bieten wollen. Die Prozedur sei notwendig gewesen, so Hofer, da man zwischen einfachen Parteimitgliedern und Mitgliedern der Bundesparteileitung unterscheide. Der Ausschluss erfolge bei Letzteren immer durch die jeweilige Landespartei.

 15:31

Grüne Koalitionsverhandlerin attackiert Strache

Kurz nachdem die Neugründung der "Allianz für Österreich" bekannt wurde, meldete sich die Grüne Vizebürgermeisterin und Stadträtin Birgit Hebein auf Twitter zu Wort – Mit einem wüst formulierten Angriff auf den "gefallenen" Strache.

"Was erlauben sich die eigentlich? Verantwortlich für Gesetzespfusch, Bösartigkeit und nebenbei die Republik verkaufen wollen und sich jetzt erdreisten wieder in die Politik einzusteigen?! Strache hat keinen Funken Anstand. Das brauchen wir in Wien ganz sicher nicht", schreibt die Grüne Vizebürgermeisterin und Stadträtin Birgit Hebein auf Twitter.

 14:47

Strache bereitet Video vor

Wahrscheinlich schon heute wird sich Strache per Video zu Wort melden.

 14:47

Damit ist die Pressekonferenz auch schon zu Ende!

 14:44

Wiener FPÖ geschlossen

Nepp betont wiederholt, dass die FPÖ geschlossen ist. Es handle sich um keine "Parteispaltung" und keinen "Flächenbrand". Nepp glaubt auch nicht an weitere "Überläufer" zur DAÖ.

 14:40

Parteigericht empfahl Ausschluss

Die Partei ist dann dieser Empfehlung "einstimmig" gefolgt.

 14:38

Jetzt spricht Nepp

Strache folgte der Einladung nicht und blieb heute dem Parteigericht fern.

 14:38

25-Prozent-Partei

"Manchmal muss man auch ein bisschen laut sein", so Hofer. Langfristig will er die FPÖ auf 25 Prozent stabilisieren.

 14:35

"Wollen moderne Partei sein"

Hofer kündigt eine Reform der Partei an. Der FPÖ-Chef rechnet dabei auch mit dem "System Strache" ab und listet einige Verfehlungen unter dem ehemaligen Parteichef auf. "Die FPÖ will mit Ibiza abschließen", so Hofer.

 14:34

Strache-Rauswurf fix

Die FPÖ schließt HC Strache aus. Parteichef Hofer spricht von einer "Befreiung".

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 14:32

Jetzt geht's los!

 14:28

Spannung steigt

In wenigen Minuten sollen Nepp und Hofer die Entscheidung verkünden.

 14:22

Was wird Strache vorgeworfen?

Konkret vorgeworfen wird Strache der Missbrauch von Spesen. So soll er etwa private Ausgaben über Umwege über die Partei abgerechnet haben. Strache wurde bereits von seinem Nachfolger Norbert Hofer suspendiert, am Freitag könnte aber ein endgültiger Ausschluss erfolgen. Drei Wiener Gemeinderatsmandatare, die Strache loyal gegenüber stehen, waren am Donnerstag aus der FPÖ ausgetreten und haben als "Allianz für Österreich" ihren eigenen Klub gegründet

 14:14

Wie reagiert Strache?

Aus seinem Umfeld heißt es, dass Strache zuerst die Entscheidung der Parteispitze abwarten und sich dann dazu äußern will. Möglich ist auch, dass der Ex-FPÖ-Chef Einspruch gegen den Rauswurf einlegt.

 14:06

Ausschluss praktisch fix

Alles andere als der Rauswurf des ehemaligen Parteichefs wäre eine wahre Sensation.

 14:04

Öffnet Strache seinen Giftschrank?

Spannend wird sein, wie Strache auf seinen Rauswurf reagiert. Kommt es zur totalen Abrechnung mit Herbert Kickl, Norbert Hofer und Co.? Öffnet Strache dabei auch seinen 'persönlichen Giftschrank' aus 20 Jahren FPÖ und belastet somit die neue Parteispitze?

 13:58

Pressekonferenz um 14:30 Uhr

Vizebürgermeister Dominik Nepp und Parteichef Norbert Hofer geben in ca. einer halben Stunde das Ergebnis bekannt.

 13:56

Landespartei entscheidet über Strache-Ausschluss

Der Landesparteivorstand der FPÖ Wien ist Freitagmittag zusammengetreten, um über einen Ausschluss von Heinz-Christian Strache zu entscheiden. Davor hatte ein Parteigericht über die Causa entschieden. Über das Ergebnis wollte die Wiener Spitze vor der Vorstandssitzung noch nicht informieren. "Wir werden sehen", sagte Landeschef Dominik Nepp zur APA.