Kurz will Masken-Aus, Mückstein wartet
Streit um die Masken
Wien. Ab 23. Juli könnten die Masken komplett fallen, stellt Kanzler Sebastian Kurz erneut in Aussicht. Sollten die Neuinfektionsraten niedrig bleiben, könnte es weitere Lockerungen geben, sagt jetzt auch Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein.
Aber: Bereits im oe24.TV-Interview hat der Gesundheitsminister klar gemacht, dass er „noch nicht sagen kann, wie die Lage Ende Juli“ sein werde. Immerhin verbreitet sich die Delta-Variante massiv in Europa.
Vor allem die Masken sorgen intern für Kontroversen. Die ÖVP verweist auf niedrige Infektionszahlen.
Delta-Variante bereitet den Experten Sorge
Masken: Zumindest in Supermärkten, Apotheken und Öffis will Mückstein Mundnasenschutz aber beibehalten. Kurz scheint hingegen – wie letzten Sommer – sie überall kippen zu wollen.
Gestern wurden erstmals wieder unter 100 neue Coronafälle und endlich auch kein einziger neuer Todesfall registriert. Ist die Pandemie also vorbei? Leider nein. Vor genau einem Jahr wurden etwa 20 neue Corona-Fälle gemeldet.
Es ist aber vor allem die weit infektiösere Delta-Variante, die den Experten Sorge bereitet.
PCR-Tests sollen jetzt ausgeweitet werden
- Tests: Katharina Reich – Chief Medical Officer im Gesundheitsministerium – erklärte gestern denn auch, dass sie skeptisch sei, was das Aus für Masken in geschlossenen Bereichen betrifft. Die Reisesaison steigert die Gefahr der Ausbreitung der Delta-Variante.
Daher will sie die PCR-Tests österreichweit ausweiten. Derzeit testet nur noch Wien viel mit dem Gold-Standard, während die übrigen Bundesländer vor allem auf Antigentests setzen.
- Reisen: Zudem will Reich auch PCR-Tests für Reiserückkehrer anbieten. Nur so könnte man rechtzeitig erkennen, ob die Delta-Variante importiert würden.
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