Streit um Flüchtlingskinder eskaliert

Appell von Van der Bellen

Streit um Flüchtlingskinder eskaliert

Die Debatte um Aufnahme von Flüchtlingen aus Lesbos spaltet die Bundesregierung.

Wien. Österreich verweigert strikt die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem abgebrannten Camp Moria. Man biete Griechenland aber „Hilfe vor Ort“, so Außenminister Schallenberg. Innenminister Nehammer zu ÖSTERREICH: „Wir können es als Europa nicht akzeptieren, wenn einige Migranten bewusst in Lagern Feuer legen und damit Menschenleben in Gefahr bringen. Wer unsere Hilfsbereitschaft mit Füßen tritt, kann nicht mit Schutz rechnen“

Präsident greift ein. Worüber der grüne Kaolitionspartner täglich verbitterter ist. Auch SPÖ und Neos fordern die Aufnahme von Kindern und erhalten jetzt Unterstützung: Bundespräsident Alexander Van der Bellen fordert via Twitter indirekt, aber doch recht unverblümt die Aufnahme von Kindern: Geflüchtete Menschen in Moria und besonders Kinder ohne Eltern „brauchen jetzt unsere Hilfe“.

Anklage. Wiens rot-grüne Regierung will 100 Flüchtlingskinder aus Moria aufnehmen. SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig bezeichnete die Haltung von Türkis-Grün.

"Beschämend". Grün-Wien Chefin Hebein kritisierte Kanzler Kurz: „Ich erwarte, dass er Menschlichkeit nicht im Wege steht.“

Grün-Politikerin in Moria: »Wichtig ist Hilfe«

Ewa Ernst-Dziedzic, außenpolitische Sprecherin der Grünen, reiste ins Camp Moria.

ÖSTERREICH: Die Regierung will keine Flüchtlinge aus Moria. Sehen Sie das auch so?

Ewa Ernst-Dziedzic: Mein Ziel ist es aufzuzeigen, was Europa jetzt tun kann. Es geht um Hilfe für Tausende.

ÖSTERREICH: Was sagen Sie zur Haltung der ÖVP?

Ernst-Dziedzic: Unsere Position ist eine konträre. Die Frage ist – wie kommen wir hier zu einer Lösung? Und zwar so, dass sowohl Grüne als auch ÖVP sagen können, wir haben einen Weg gefunden.

Karl Wendl 

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