Stronach: Viel Prominenz auf Landeslisten

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Stronach: Viel Prominenz auf Landeslisten

Hary Raithofer, Ulla Weigerstorfer oder bekannter Ex-FPÖler stehen drauf.

Das Team Stronach hat am Dienstag alle Landeslisten für die Nationalratswahl im September eingereicht, berichtet Klubchef Robert Lugar, selbst Spitzenkandidat in Niederösterreich. Auf den Listen kann man zwar mit - schon länger kolportierten - Prominenten wie dem früheren Ö3-Aufwecker Hary Raithofer und Ex-"Miss World" Ulla Weigerstorfer aufwarten, sie finden sich aber nicht an erster Stelle. Überschneidungen mit der Bundesliste werde es "mit Sicherheit" geben, meinte Lugar, diese werde aber erst von Parteichef Frank Stronach Anfang August erstellt.

Raithofer und Fuchs
In Wien tritt Landesparteichefin Jessi Lintl als Spitzenkandidatin an, es folgen Bundesgeschäftsführer Ronald Bauer, Hary Raithofer und der frühere Sicherheitsbüro-Chef Max Edelbacher. In Niederösterreich steht hinter Lugar selbst der Ex-ATV-Boss und nunmehrige Wahlkampfleiter Tillmann Fuchs auf der Liste, danach Stronachs Mitarbeiterin Renate Heiser-Fischer und an vierter Stelle Ulla Weigerstorfer.

"Agrarrebell" Leo Steinbichler tritt in Oberösterreich als Spitzenkandidat an, in Salzburg ist es der Nationalratsabgeordnete Erich Tadler. Auf der Kärntner Liste an erster Stelle steht Tadlers Kollege im Hohen Haus, Stefan Markowitz, an zweiter Stelle Ex-ORF-Intendant Willy Haslitzer.

Listenerste in der Steiermark ist Landeschefin Waltraud Dietrich, frühere FPÖ-Landtagsklubchefin. Danach folgt laut Dietrich Martina Schenk, die im April vom BZÖ zum Team Stronach gewechselt war. Auf Platz drei findet sich der Unternehmer und Künstler Maximilian Jantscher (Bezirk Südoststeiermark), auf Platz vier der Grazer Geschäftsleiter Bernhard Juranek. Listenfünfte ist die Leobener Betriebswirtin Elisabeth Weiß, danach folgt der Unternehmer Daniel Nauschnegg aus dem südweststeirischen Eibiswald.

Als Tiroler Spitzenkandidat fungiert Walter Jenewein. Der Tischlermeister aus Mieders im Stubaital und Obmann des Tiroler Stronach-Ablegers mischte bereits im Vorfeld der Landtagswahl innerparteilich mit und drohte im Zuge der heftigen Turbulenzen nach der Einreichung mehrerer Listen unter die Räder zu geraten. Jenewein wurde sogar kurzfristig von der Bundespartei als Landesobmann abberufen. Nach dem erfolglosen Tiroler Urnengang war er jedoch plötzlich der starke Mann und stand seitdem in Frank Stronachs Gunst.

Bekannte Gesichter finden sich auf der Tiroler Stronach-Liste nicht. Wie Jenewein der APA mitteilte, besetzen der Versicherungsmakler Peter Rief, der Unternehmer Elmar Putzl und der "in der Medizin tätige" Gerhard Lanbach die weiteren, vorderen Plätze. Die jetzige Rolle von Landtagswahl-Spitzenkandidat Hans Peter Mayr definierte Jenewein mit "Parteimitglied". Es gebe mit Mayr "keine Differenzen", aber "momentan" stehe er auf keiner Liste. Für die Bundesliste kündigte Jenewein ein Tiroler "Hearing" von Kandidaten in der kommenden Woche an.

Landesobmann und Nationalratsabgeordneter Christoph Hagen führt die Landesliste in Vorarlberg an, wie Landesgeschäftsführer Hermann Rabitsch auf APA-Anfrage erklärte. Spekulationen, wonach Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach ein Polit-Comeback beim Vorarlberger Team Stronach geben könnte, wies Rabitsch zurück: "Er steht nicht drauf."

Im Burgenland geht das Team Stronach mit Partei-Kommunikationschef und Landesparteichef Rouven Ertlschweiger an der Spitze ins Rennen um Stimmen. An zweiter Stelle steht Herbert Klikovits aus Siegendorf. An dritter Stelle der Landesliste und an erster für den zweiten Regionalwahlkreis im Südburgenland steht der Unternehmer Franz Peter Arnetzeder aus Unterpullendorf. Platz vier belegt der Universitätslektor aus Müllendorf Paul Friedrich Luif. Die einzige Frau findet sich an fünfter Stelle mit Silvia Weber, Angestellte aus Pilgersdorf im Bezirk Oberpullendorf.

"Was passiert mit dem Team Stronach, wenn Frank stirbt?"
Parteigründer Frank Stronach stellte unterdessen in Aussicht, dass seine Partei auch weiter bestehen soll, wenn er einmal nicht mehr ist: Unter dem Titel "Was passiert mit dem Team Stronach, wenn Frank stirbt?" betonte der 80-Jährige in einem Video im Internet, dass er glaube, noch "sehr lange" zu leben. Wichtig sei es, Werte aufzustellen und dann ein Team aufzubauen, und eine Gruppe von Österreichern werde die Partei weiterführen, "lange nachdem ich gestorben bin".

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