Stronach wird jetzt Mutter Teresa

Charity-Offensive

Stronach wird jetzt Mutter Teresa

Frank legte sein Mandat nieder. Jetzt will er Zeit mit der Familie verbringen.

„Ich bin über 80, ich habe sehr viel gearbeitet, ich möchte noch ein bisschen leben.“ Frank Stronach trat am Mittwoch zum dritten und gleichzeitig zum letzten Mal im Nationalrat auf. Jetzt will er mehr Zeit mit seiner Familie und seinen Enkerln verbringen. Sein Ausflug in die Politik währte nur kurz, ebenso wie sein Engagement im Fußball. Was der Milliardär neben seinem Unternehmen Magna noch vorhat? „Die meiste Zeit von mir geht in das Soziale“, erzählt Frank in der ORF-Pressestunde.

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Stronach wird jetzt Mutter Teresa

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Wandelt er jetzt auf den Pfaden von Mutter Teresa? „Sie hat 100 Prozent gegeben, ich vielleicht 20, 30 Prozent.“ Auch im Gespräch mit ÖSTERREICH streicht er seine soziale Kompetenz hervor: „Ich habe Hunderte Millionen an Sozialspenden gegeben, ich habe Arbeitsplätze geschaffen. Ich war immer behilflich, ob das Kunst, Kultur oder Sport ist.“ Tatsächlich veranstaltete Stronach mitten im Wahlkampf ein Charity-Event für krebskranke Kinder. Auch das Darlehen in Höhe von zehn Millionen Euro für seine Partei will er für soziale Zwecke spenden.

Stronach: »Meine Marke hat Weltanerkennung«
Noch kann er aber die Finger nicht ganz von der Politik lassen. Den Parteiobmann macht er weiterhin. Seine kolportierte Nachfolgerin Kathrin Nachbaur würde zwar zur Verfügung stehen, aber Frank gibt das Ruder nicht aus der Hand. „Das braucht sehr viel Erfahrung.“ Bereut hat er seinen Schritt in die Politik nicht, von Kritikern lässt er sich nichts sagen. „Die Marke Stronach kann man nicht in den Dreck werfen. Meine Marke hat Weltanerkennung“, sagt er stolz.

Frank: "Ich war immer behilflich"

ÖSTERREICH: Haben Sie Ihre Entscheidung bereut, in die Politik zu gehen?
Stronach: Nein. Ich habe versucht das Denken der Leute zu provozieren, damit es bessere Wege gibt.

ÖSTERREICH: Haben Sie sich oft missverstanden gefühlt?
Stronach: Ich habe mich nicht missverstanden. Aber ich glaube, da war eine Kampagne. Man hat Angst, dass ich vielleicht das System hätte ändern können.

ÖSTERREICH: Politik-Experten sagen, Sie haben sich mit dem Schritt in die Politik nichts Gutes getan…
Stronach: Die Marke Stronach kann man nicht in den Dreck werfen. Man kann in keiner Art und Weise sagen, dass ich irgendetwas gemacht habe, das nicht korrekt ist. Ich habe Hunderte Millionen an Sozialspenden gegeben, ich habe Arbeitsplätze geschaffen. Ich war immer behilflich, ob das Kunst, Kultur oder Sport ist. Meine Marke hat Weltanerkennung.

ÖSTERREICH: Warum waren Sie nur dreimal im Parlament?
Stronach: Ich habe immer schon gesagt, ich suche kein Amt, keinen Titel und ich werde nur kurze Zeit im Parlament sein.

ÖSTERREICH: Sie bleiben als Parteiobmann. Gibt es keinen geeigneten Nachfolger?
Stronach: Das braucht sehr viel Erfahrung. Ich stehe zur Verfügung mit meiner Lebenserfahrung.

ÖSTERREICH: Jetzt wollen Sie sich der Familie widmen?
Stronach: Genau, meinen Enkelkindern.

K. Liener

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