SPÖ schon 11 Prozent vor ÖVP

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SPÖ schon 11 Prozent vor ÖVP

Die Roten sind in aktueller Umfrage stärker als Türkis und Grün zusammen.

Wien. Die SPÖ erreicht in der aktuellen Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft (1.000 Befragte im Zeitraum 7. 6. bis 8. 6. 2022) für ÖSTERREICH bereits 32 Prozent. Damit kommt Pamela Rendi-Wagners Partei erstmals seit Jahren – zuletzt lag die SPÖ in Umfragen in der ­Anfangszeit von Christian Kern bei über 30 Prozent – auf so einen deutlichen Vorsprung vor der ÖVP. Und legt 2 Prozentpunkte dazu.

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  • Die Partei von Karl Nehammer stürzt auf 21 Prozent ab – ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche – und liegt damit elf Prozentpunkte (!) hinter der SPÖ. Bei der Nationalratswahl 2019 lag die ÖVP noch bei über 37 Prozent, die SPÖ bei knapp 21 Prozent.
  • Die Grünen liegen bei konstant schwachen neun Prozent.

Rot und Neos erreichen bereits 44 Prozent

Koalitionen. Die aktuelle Koalition von ÖVP und Grünen kommt zusammen nur noch auf desperate 30 Prozent.

  • Die Neos verlieren einen Prozentpunkt, erreichen aber immer noch für sie starke zwölf Prozent.

Damit käme die wohl Lieblingskoalitions-Variante der SPÖ – Rot-Pink – bereits auf 44 Prozent.

Eine Ampel-Koalition aus SPÖ, Neos und Grünen hätte mit 53 % bereits eine satte Mehrheit.

  • Die Blauen stagnieren bei 19 Prozent. Und liegen damit die zweite Woche in Folge unter 20 Prozent. ÖVP-FPÖ hätte mit 40 Prozent keine gemeinsame Mehrheit mehr.

Aufholjagd. Besonders bitter für die ÖVP: Laut Lazarsfeld-Umfrage liegt SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner in der Frage, wer der bessere Kanzler/Kanzlerin sei, mit 17 Prozent bereits fast gleichauf mit dem amtierenden Bundeskanzler Nehammer, der nur noch 19 Prozent erreicht.

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Der VP-Chef hat einen Prozentpunkt zur Vorwoche eingebüßt und de facto keinen Kanzlerbonus, den Regierungschefs normalerweise aufweisen.

FPÖ-Chef Herbert Kickl würden zwölf Prozent (plus ein Prozentpunkt im Vergleich zur letzten Umfrage) als besseren Kanzler empfinden. Sieben Prozent sagen das über Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger, nur fünf Prozent bescheinigen das dem aktuellen Grün-Vizekanzler Werner Kogler.