BHP investiert nach Übernahme-Flops in Australien

Der weltgrößte Bergbaukonzern BHP Billiton will nach dem Scheitern von drei Übernahmen nun in seiner Heimat kräftig investieren. Der Minen-Gigant stecke 9,5 Mrd. US-Dollar in den Ausbau seines australischen Eisenerz- und Kohle-Geschäfts. Mit dem Kapital will der australisch-britische Konzern unter anderem die Infrastruktur verbessern.

Damit nannte BHP erstmals Einzelheiten zu seinen Investitionsplänen. Mitte Februar hatte BHP bekanntgegeben, insgesamt 80 Mrd. Dollar in fünf Jahren für weltweite Minen-Projekte ausgeben zu wollen.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres schrieb BHP einen Rekordgewinn von 10,7 Mrd. Dollar und übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Der Konzern profitiert von höheren Rohstoffpreisen, die vor allem wegen der starken Nachfrage aus Indien und China steigen. In den vergangenen drei Jahren misslangen BHP drei Übernahmen. Zuletzt scheiterte der Kauf des kanadischen Düngemittelherstellers Potash. Im Weg standen vor allem kartellrechtliche Bedenken.