Umfrage: FPÖ bald nur noch einstellig?

"Dosko" sorgt für SPÖ-Plus

Umfrage: FPÖ bald nur noch einstellig?

Die FPÖ fällt umfragemäßig ins Bodenlose. Geht das so weiter, hat sie bald einstellige Werte.

Wien. Die FPÖ findet nicht aus ihrer Krise heraus – Ex-Parteichef Strache droht zum blauen Sargnagel zu werden, wie die aktuelle ­ÖSTERREICH-Umfrage zeigt (Research Affairs, 1.003 Befrag­te vom 28. bis 31. Jänner, maximale Schwankung 3,2 %).

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  • Sonntagsfrage. Vorne immer dasselbe Bild: Die ÖVP führt mit 39 % haushoch, die Grünen halten bei 17 %, allerdings haben sie den zweiten Platz nicht mehr alleine: Die SPÖ von Pamela Rendi-Wagner kann mit dem Wahlsieg von Hans Peter Doskozil im Rücken um einen Punkt zulegen und mit der Partei von Werner Kogler gleich­ziehen.
  • FPÖ-Fall. Doch der Hammer ist die FPÖ: Unter Norbert Hofer kommen die Blauen aktuell nur noch auf 11 %. Hätten die Neos nicht ebenfalls verloren, Blau wäre gerade einmal so stark wie Pink. Wenn der Abstieg so weitergeht, ist die FPÖ in einer Woche einstellig. Der Grund heißt Strache: Mit seiner Liste käme er mit 5 % ins Parlament – Prozente, die den Blauen jetzt bitter fehlen. Keine Rede davon, dass sich die FPÖ in der Opposi­tion stabilisiert, stattdessen bleiben die Koalitionsparteien ÖVP und FPÖ im Hoch.
  • Hofer doch besser. Zwar sagen 80 % der Gesamtbevölkerung, Norbert Hofer wäre ein besserer Vertreter des FP-Lagers als Strache. Bei den FPÖ-Wählern kommt der Parteichef aber nur auf 67 % – 33 % hätten lieber Strache. So klar ist die Stimmungslage bei den Blauen also nicht.

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  • Strache-Comeback. Hat das Strache-Comeback generell eine Chance? Immerhin 23 % sagen, der über Ibiza und Spesen gestolperte Ex-Vizekanzler habe eine zweite Chance verdient – von den FPÖ-Wählern sind immerhin 55 % dieser Ansicht. Und so hält jeder fünfte Österreicher Strache (19 %) weiterhin für wählbar.

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Vertrauen: Präsident schlägt Kurz und Kogler

Keinem Politiker vertrauen so viele Österreicher wie Alexander Van der Bellen.

Wien. Regierungskrise nach Ibiza, Übergangs­regierung und Neuwahlen: Das stürmische Jahr 2019 führte zu einem Höhenflug des Präsidenten: Alexander Van der Bellen, im APA-OGM-Umfrage-Vertrauensindex längste Zeit hinter Kanzler Sebastian Kurz, ist ihm jetzt weit davongezogen. 44 Punkte Vertrauenssaldo aus „Habe Vertrauen/habe kein Vertrauen“ weist Van der Bellen aktuell auf. Waren seine Werte zunächst mäßig, entwickelt sich VdB nun in Richtung der Spitzenwerte von Altbundespräsident Heinz Fischer.

Kurz, dessen Vertrauenswert mit der Abberufung der Regierung einbrach, legte nach gewonnener Wahl und mit neuer türkis-grüner Koalition um acht auf 19 Punkte zu.

Allerdings: Den größten Zuwachs der abgefragten Regierungspolitiker und Oppositionschefs lukrierte Werner Kogler, der die Grünen erstmals in die Bundesregierung führte: Sein Wert stieg um 13 auf nunmehr 19 Punkte.

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