Vavrik-Wechsel: SPÖ sieht "moralischen Tiefpunkt"

Harte Attacke

Vavrik-Wechsel: SPÖ sieht "moralischen Tiefpunkt"

Nach dem Wechsel von Christoph Vavrik attackiert die SPÖ nun Lopatka.

Abgeordneter Christoph Vavrik wechselt in den ÖVP-Klub. Das teilte der VP-Klub am Donnerstag in einer Aussendung mit. Vavrik war bei den NEOS aufgrund seiner Aussagen zur Homosexuellen-Adoption in Ungnade gefallen. Eigentlich hätte Vavrik mit Ende März sein Nationalratsmandat abgeben sollen, war mit den NEOS vereinbart.

Der Wechsel in den ÖVP-Klub kommt also überraschend. Mit ihm hätte der schwarze Klub 51 Mandatare und damit nur mehr ein Mandat weniger als die SPÖ. Die NEOS schrumpfen auf acht Mandate. "Mit diesem Schritt kehre ich in meine politische Heimat, die ÖVP zurück", kommentierte Vavrik seinen Wechsel.

Die SPÖ kritisierte den Wechsel des Mandatars aufs schärfste. Klubobmann Andreas Schieder spricht in einer Aussendung von einem „moralischen Tiefpunkt in der parlamentarischen Arbeit“ und attackiert dabei von ÖVP-Klubobmann Lopatka. "Es ist bedenklich, wenn Abgeordnete wie am Transfermarkt hin- und herwechseln. Und es ist auffällig, dass bei allen diesen Vorgängen Lopatka seine Hände im Spiel hat", so Schieder.

Der Wechsel ist für den SPÖ-Politiker ein „unwürdiges Schauspiel". "Lopatkas Taschenspielertricks und der Machtwille, dem offenbar alles andere untergeordnet wird, schaden der Glaubwürdigkeit der Politik." Schieder hofft nun, „dass der ÖVP-Klubobmann an einer Koalition abseits der Regierung bastelt.“



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