Video zum Thema Kurz gegen Strache im brutalen Wahl-Duell
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Kurz gegen Strache: Brutales Duell um EU, Asyl und Silberstein

HC Strache (FPÖ) gegen Sebastian Kurz (ÖVP). Dieses Duell wird die Wahl entscheiden. Am Mittwochabend war das erste Auf­einandertreffen der beiden Politkontrahenten in einem Zweierduell auf oe24.TV bei Wolfgang Fellner und Isabelle Daniel angesetzt.

Frontalangriff

Der FPÖ-Chef griff gleich an, brandmarkte, Kurz als „Spätzünder“. Kurz ätzte: „Herr Strache kann seine Plakate perfekt zitieren.“ Es geht wild hin und her – das Thema Flüchtlinge sorgt für wilde Debatten. Freundlichkeiten kamen da nicht auf. Strache war eindeutig aggressiver, aber Kurz konterte entschlossen. Dann EU: Kurz will von Strache wissen, ob der den EU-Austritt (Öxit) ablehnt. Strache laviert – und greift seinerseits an.

Konter mit Silberstein

Er wisse, dass Kurz selbst mit dem seinerzeitigen SPÖ-Berater Tal Silberstein in einem Jet nach Tel Aviv geflogen ist — Kurz ist verdutzt, und reagiert mit Sarkasmus. „Sie wissen ja wie das ist in großen Flugzeugen.“

Das Duell im Wortlaut: "Herr Kurz übernimmt dann die Prinzenrolle"

oe24.TV: Herr Außenminister, Sie wollen die illegale Migration auf null stellen?

Sebastian Kurz: Die Haltung vertrete ich seit vielen Jahren: Wer sich illegal auf den Weg macht, bekommt Schutz, aber nicht die Möglichkeit, nach Europa zu kommen.

Heinz-Christian Strache: Sie sitzen seit 7 Jahren in der Regierung: Sind sie bereit, die Verantwortung für das Versagen zu übernehmen? Sie haben gesagt, die Zuwanderer seien intelligenter als die Bevölkerung – Sie schließen da von Ihrer Intelligenz auf die der Österreicher.

Kurz: Ärgern Sie sich doch nicht darüber, wenn es jemanden gibt, der die illegale Migration stoppen will.

Strache: Sie sind ein Spätzünder, der die Probleme zuerst nicht erkannt hat. Wie nackt muss man sein, wenn man sich mit fremden Federn schmücken muss.

Kurz: Der Herr Strache kann ein bisschen zur Luft kommen. Ich habe auch erkannt, Sie können perfekt Ihre Wahlplakate zitieren. Ich gebe zu, Sie haben in der Flüchtlingsfrage von Anfang an das Problem erkannt. Der große Unterschied war: Sie haben es auf Plakate geschrieben, ich habe versucht, die illegale Migration zu stoppen.

oe24.TV: Herr Strache, wollen Sie Herrn Kurz mit einem Geheimpapier konfrontieren?

Strache: Sie haben so getan, als sei der Wechsel überraschend für sie gekommen, offensichtlich war aber alles vorbereitet. Jetzt übernehmen die ÖVPler wirklich unser Wahlprogramm.

Kurz: Ja, ich habe mir oft überlegt, wie es wäre, wenn ich der Chef bin. Ja, als Mitterlehner zurückgetreten ist, war ich überrascht. Sie haben da ein Sammelsurium von Dingen, die uns zugeschickt wurden von Leuten, die sich anbiedern wollten.

Strache: Spielen Sie da nicht die Unschuld vom Lande!

oe24.TV: Herr Strache, Muss die nächste Regierung einen proeuropäischen Kurs fahren?

Strache: Es ist wichtig, ein Friedensprojekt Europa zu unterstützen. Aber die Europäische Union ist nicht dasselbe wie Europa. Jetzt kommt der Herr Junker, das sind Entwicklungen, die in die falsche Richtung gehen. Wir wollen keine Auflösung der Souveränität und der Neutralität.

Kurz: Herr Strache, Sie haben gesagt, dass die Briten besser dastehen außerhalb der EU. Sind Sie für einen EU-Austritt? Ihr Partner ist die AfD, die die EU zerstören will. Österreich ist exportorientiert, wir dürfen die EU sicher nicht verlassen.

Strache: Die Briten werden am Ende besser dastehen, weil sie nicht in den Zentralismus gefallen sind. Ich bin aber nicht für den Öxit, es wäre unvernünftig.

oe24.TV: ÖSTERREICH hat ein Strategiepapier der SPÖ aus dem Akt von Ex-Berater Tal Silberstein über Kanzler Kern gebracht. Stichwort Prinzessin. Wie hätten Sie darauf reagiert? Darf man das als Zeitung?

Strache: Das ist die Verantwortlichkeit der Medien, so etwas aufzuzeigen. Dieser Konflikt st inzwischen ja fast so wie zwischen Trump und Nordkorea wie zwischen Kern und Fellner.

oe24.TV: Zwischen Trump und CNN meinen Sie wohl.

Kurz: Wenn ich mit allen Medien nicht mehr reden würde, die schlecht über mich geschrieben haben, würde ich damit gar nicht mehr fertig werden. Medien sollten gewisse Grenzen haben, aber man muss als Politiker auch etwas aushalten. Politiker brauchen dicke Haut.

Strache: Sie, Herr Kurz, sollen doch selbst Silberstein in einem Flugzeug nach Tel Aviv getroffen und eingeladen haben. Da gibt es Zeugen.

Kurz: (völlig verdutzt) Ich sitze jede Woche im Flieger. Sie sind ja auch öfter geflogen, nach Ibiza, wie ich gehört habe. Das sind immer große Flugzeuge mit sehr vielen Menschen drin.

Strache: Sie sollen doch mit ihm sogar eine Stunde gesprochen haben.

Kurz: Daran erinnere ich mich nicht. Mich reden jeden Tag Menschen an, ich habe keine Ahnung, wer mit mir im Flieger gesessen ist. (an Isabelle Daniel): Sie waren doch mit in Israel.

oe24.TV­: Herr Strache ist traurig, dass ÖVP die FPÖ-Themen übernommen hat. Aber: Würde das Schwarz-Blau nicht einfacher machen?

Kurz: Ich werde mit allen reden, sollte ich gewinnen. Es ist aber ein massives Problem, dass Strache mit Marine Le Pen und der AfD in einem Boot sitzt. Es sind Antieuropäer, die die EU zerstören wollen.

Strache: Der Österreicher weiß, wie das läuft: Da wurde nur gestritten, aber Kurz übernimmt wieder die Prinzenrolle, wenn es wieder Rot-Schwarz wird. Es braucht Veränderung, nur wir, die FPÖ, können sicherstellen, dass es keine Fortsetzung von Rot-Schwarz gibt.

Video zum Thema Insider - die große Analyse: Kurz vs. Strache
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