Wirbel um FP-Gudenus bei Nazi-Treffen

Russland

Wirbel um FP-Gudenus bei Nazi-Treffen

FPÖ-Vizechef sagt Teilnahme an Rechtsextremen-Kongress in Russland ab.

FPÖ-Vizechef Johann Gudenus hat nun entgegen früherer Angaben eingestanden, die Teilnahme an einem geplanten Kongress von Rechtsextremen in St. Petersburg zugesagt zu haben. In einer Aussendung am Mittwoch erklärte Gudenus, er habe am 19. Dezember 2014 seine Zusage an die Veranstalter geschickt.

Er habe aber abgesagt, nachdem ihm am 26. Februar eine Liste der Teilnehmer - etwa der Neonazi-Partei Goldene Morgenröte aus Griechenland und der deutschen NPD - übermittelt wurde. "Auf Grund der angeführten Namen, durch die sich herauskristallisierte, welche europäischen Parteien Vertreter schicken würden, hat sich Mag. Gudenus entschlossen, seine Zusage zu revidieren und hat sich von dem Forum wieder abgemeldet", teilte der FPÖ-Politiker mit.

"Nie vor, dorthin zu fahren"
Erst am Dienstag hatte Gudenus telefonisch gesagt: "Ich hatte nie vor, dorthin zu fahren". Auf die Inhalte der Veranstaltung angesprochen sagte der Wiener FP-Klubchef, es handle sich um "interessante" Themen. "Da geht's um konservative Politik, Wertepolitik. Wir reden mit jedem." Er sehe "da kein großes Problem". Angesprochen auf die Teilnahme von rechtsextreme Parteien sagte Gudenus: "Woher soll ich wissen, wer noch dort ist".

Als Grund für die widersprüchlichen Angaben nennt der FPÖ-Politiker Gedächtnislücken. Es sei festzuhalten, dass Gudenus "zahlreiche Einladungen bekommt und vor allem jene, die bereits abgesagt wurden - aus welchen Gründen auch immer - naturgemäß nicht mehr präsent hat, um in der Sekunde Rede und Antwort zu stehen."
 

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