Daniela Bardel

Das sagt Österreich

Rauchverbot spaltet jetzt die Nation

Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Chefredakteurin Daniela Bardel.

Komplett gegen ein Rauchverbot zu sein, ist selbst für Raucher wie mich schwer. Aber das totale Verbot in der Gastronomie geht für einige doch etwas zu weit.

Es muss doch möglich sein, Ausnahmen festzuschreiben: Kleinere Beisln oder Bars sollten sich als Raucher- oder Nichtraucher-Lokal ausschildern dürfen – um das ohnehin schon akute Wirte-Sterben zu verhindern.

Keine Ausnahmen für Bars & Beisln nicht fair

Beim Rauchverbot geht es natürlich darum, dass auch Tausende Nichtraucher gesundheitlich beeinträchtigt werden und wurden. Das ist Rauchern freilich bewusst – und auch zu respektieren.

Allerdings: Würde man diesen Gedanken weiterspinnen – müsste man dann nicht eigentlich dem Öster­reicher auch sein Bier verbieten? Durch Alkohol bedingte Gewalttaten oder Alko-Lenker sterben auch Unschuldige.

Ein Drittel ist gegen 
ein Gastro-Rauchverbot

Verbote sind notwendig und sinnvoll, um in einer Gesellschaft friedlich miteinander zusammenzuleben. Ob aber ein totales Rauchverbotin der Gastronomie dazu beiträgt?

Die Nation ist jedenfalls gespalten. 900.000 unterschrieben das „Don’t smoke“-Volksbegehren für das Rauchverbot– rund 30 Prozent sind laut Umfragen aber dagegen gewesen. Knapp 25 Prozent in Österreich sind Raucher.

Fakt ist aber auch: Das Rauchverbot rettet Leben. In anderen Ländern, die schon länger das Rauchverbothaben, gibt’s im Vergleich zu den 70er-Jahren viel weniger Raucher.



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