FellnerLIVEBild | Karl-Heinz Grasser hat seine Sünden längst abgebüßt …

Das sagt ÖSTERREICH

So analysiert Wolfgang Fellner die Öffnungsschritte

Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner.

Der große Gipfel zwischen Regierung und Landes-Kaisern hat wieder mit einem Kompromiss geendet: Es ist keine Rede mehr davon, dass die Gastro am 15. März aufsperren darf und die Kultur-Szene wurde gleich auf „irgendwann im April“ vertröstet...

... aber die Gastronomen dürfen wenigstens noch vor Ostern – also in mehr als drei Wochen – ihre Gastgärten öffnen. Damit kehrt ein kleiner Teil von Normalität zurück: Wir dürfen tagsüber und früh am Abend auf den Gast-Plätzen im Freien wieder einen Kaffee, ein Bier oder ein Schnitzel konsumieren – und wir können nur hoffen, dass der Wettergott mit uns gnädig ist.

Wie viele der 200.000 Gastronomen wirklich den Mut (und auch noch das Geld) zum Öffnen haben und für wenige Schanigarten-Plätze tatsächlich die ganze Küche anwerfen, wird sich zeigen.

Auch die Hoteliers werden die Öffnung ab April – also nach Ostern – wohl eher als Pflanz empfinden, weil es da bis Juli ohnehin keine Touristen mehr gibt. Und komplett übersehen wurde wieder mal die Kulturszene – sie bekommt für die Öffnung nur ein „möglichst im April“ zu hören.

Trotzdem ist es Wiens Bürgermeister Ludwig und Kanzler Kurz zu verdanken, dass mit der Öffnung der Schanigärten wenigstens ein bisschen Optimismus ins Land einzieht.

Ludwig hat seine Partei-Chefin Rendi-Wagner „overruled“, Kurz seinen Gesundheits-Plauderer Anschober, beide das Panik-Orchester der Experten.

Der steirische Landes-Kaiser Schützenhöfer hat den goldenen Satz gesagt: „Die Menschen wollen, dass wir öffnen – und wir sind als Politiker den Menschen verpflichtet!“

Lieber Schützi, liebe Regierung: „Die Menschen“ wollen aber auch mehr Tempo beim Aufsperren, mehr Mut, mehr Optimismus.

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