Zuerst riss er seiner eigenen Ehefrau an den Haaren, dann biss er einer Polizistin in einen Finger.
Wien. Kurz vor seinem Zieleinlauf am Vienna City Marathon, verlor am Sonntagnachmittag gegen 14.15 Uhr ein Läufer aus Litauen völlig die Kontrolle. Nachdem der 39-Jährige plötzlich am Burgring kollabierte, brachte ein Polizeischüler, der als Streckenposten eingesetzt war, den Mann zu einem Rettungsdienst vor Ort.
Dort kam der Läufer nach einiger Zeit wieder zu sich, attackierte plötzlich seine Ehefrau und riss sie an den Haaren. Eine Polizistin versuchte zu helfen und schritt ein, um den Angriff zu unterbinden. Dabei biss ihr der 39-Jährige in einen Finger.
Schockzustand wird vermutet
Beamte der Polizeiinspektion Laurenzerberg nahmen den völlig ausgetickten Mann fest. Er wurde anschließend in einem Spital behandelt. Vermutet wird nach der Untersuchung, dass das Verhalten des Läufers nach seinem Kollaps auf einen Schockzustand zurückzuführen war.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der 39-Jährige auf freiem Fuß angezeigt. Auch die Polizistin musste in einem Spital behandelt werden. Eine Fortsetzung ihres Dienstes war nicht mehr möglich.