Der Frauentag ist vorbei - doch Eva-Maria Holzleitner bleibt beliebteste Ministerin der Ampelregierung.
Monat für Monat befragt die Lazarsfeld Gesellschaft für oe24 die Beliebtheit der heimischen Polit-Prominenz ab. Aus den Fragen "Welche Politiker sind Ihnen positiv bzw. negativ aufgefallen?" ergibt sich ein Saldo, der die Stellung im oe24-Polit-Barometer ergibt (1.000 Befragte vom 6. bis 7. April).
Eines gleich vorweg: Alle Regierungsmitglieder, aber auch die Oppositionschefs, haben mehr negative als positive Bewertungen. Österreichweit gibt es nur einen Politiker, bei dem das nicht so ist - doch dazu später.
Frauen auf den ersten drei Plätzen
Bei der letzten Erhebung im März - rund um den Frauentag - hatte SPÖ-Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner die besten Werte unter den Regierungsmitgliedern gehabt. Und das hat sich nicht geändert. Ihre Popularität hatte also nichts mit dem Datum zu tun - mit einem Saldo von -9 liegt sie immer noch an der Spitze. Laute und emanzipierte Frauen fallen also nicht unbedingt imagemäßig durch.
Klaudia und Claudia auch auf dem Stockerl
Das zeigen auch die Plätze 2 und 3, es folgen nämlich ex aequo Heeresministerin Klaudia Tanner und Familienministerin Claudia Bauer (-11, beide ÖVP).
Marterbauer hat die meisten Fans - aber auch mehr Gegner
Auf Platz 4 und bester Mann ist wieder ein Roter, nämlich Finanzminister Markus Marterbauer. Würde man das Barometer ausschließlich nach den positiven Werten ranken, dann wäre der Ökonom mit 22 % positiven Nennungen die Nummer 1. Allerdings hat Marterbauer auch mehr Gegner als beispielsweise Holzleitner.
Kanzler in der unteren Hälfte
Knapp hinter dem Finanzminister liegt bei den positiven Nennungen der Kanzler: Christian Stocker wird von 21 % gelobt - allerdings lehnen ihn gleich 41 % ab. Und so landet der Regierungschef mit einem Saldo von -20 in der unteren Hälfte.
Viel Feind hat auch Außenministerin Beate Meinl-Reisinger - sie kommt mit einem negativen Saldo von 27 % auf die vorletzte Stelle. Und auch am letzten Platz hat sich nichts geändert. SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler bekommt sein Linksausleger-Image nicht los: nur 13 % positive stehen 50 % negative Nennungen gegenüber.
Schellhorn schlechtester Staatssekretär
Besser liegen auch die acht Staatssekretärinnen und -sekretäre nicht. Hier sticht negativ Sepp Schellhorn heraus, der mit -37 schlechter als seine Parteichefin bewertet ist.
Kickl liegt besser als alle Minister
Und die Opposition? Mit -29 % wäre Grünen-Chefin Leonore Gewessler ebenfalls im unteren Bereich. Völlig anders ist das bei Herbert Kickl: Er kommt mit einem Saldo von -4 auf ein besseres Image als alle Regierungsmitglieder.
Kunasek der einzige "Positive"
Womit wir beim einzigen Politiker wären, der mehr positive als negative Nennungen hat: der steirische Landeshauptmann Marion Kunasek. Der FPÖler hat unglaubliche 30 % positive und nur 18 % negative Nennungen - macht einen Saldo von eben +12.